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Hintergrund: Völkermord an den Juden in Europa

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Auschwitz-Birkenau
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In dem NS-Vernichtungslager waren mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet worden. Foto: Rolf Vennenbernd Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die Nationalsozialisten wollten das europäische Judentum durch systematische Verfolgung und Ermordung vernichten. Zahlen und Fakten zu dem in der Geschichte einzigartigen Völkermord:


- Der Begriff Holocaust ist abgeleitet vom griechischen Wort «holokaustos» für «völlig verbrannt», «Brandopfer».

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- Die Schätzungen zur Zahl der ermordeten Juden reichen von mindestens 5,1 Millionen bis mehr als 6 Millionen.

- Den Nazi-Verbrechen fielen auch Hunderttausende Sinti und Roma zum Opfer sowie Zehntausende Behinderte, Homosexuelle und Regimegegner.

- Der groß angelegte Judenmord begann mit Erschießungen Tausender Menschen durch SS und Polizei nach dem Überfall auf Polen 1939. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 stiegen die Opferzahlen sprunghaft an.

- Um mehr Menschen möglichst schnell töten zu können, bauten deutsche Besatzer in Polen große Vernichtungslager mit Gaskammern.

- Am 27. April 1940 befahl der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, auch in Oswiecim (Auschwitz) ein Lager zu bauen. Weitere große Todesfabriken waren Chelmno, Sobibor und Treblinka.

- Allein in Auschwitz-Birkenau wurden mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet, 90 Prozent davon Juden.

- Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee dort rund 7000 überlebende Gefangene.

- Nach einem UN-Beschluss wird an diesem Tag seit 2006 der Opfer des Nationalsozialismus gedacht, in Deutschland seit 1996.

Deutsches Historisches Museum zum NS-Völkermord

Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu Vernichtungslagern

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu Auschwitz-Birkenau

UN-Beschluss zum internationalen Holocaust-Gedenktag

Erklärung des Bundespräsidenten von 1996 zum Gedenktag für NS-Opfer