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Hintergrund: Rechtsextreme gegen Islamisten

Düsseldorf (dpa) - Rechtsextreme provozieren Muslime, Islamisten reagieren mit Gewalt - das ist nicht erst seit dem jüngsten Schmäh-Video ein Thema. Vor wenigen Monaten kam es in Nordrhein-Westfalen zu Krawallen auf den Straßen.

Plakat von Pro NRW
Die rechtsextreme Splitterpartei Pro NRW machte zuletzt mit Protesten gegen muslimische Minarette von sich reden. Foto: Roland Weihrauch/Archiv Foto: dpa

Anfang Mai zeigte die rechtsextreme Splitterpartei Pro NRW im Vorfeld der Landtagswahl in mehreren Städten die umstrittenen Mohammed-Karikaturen des dänischen Zeichners Kurt Westergaard. In Solingen und Bonn durchbrachen islamistische Demonstranten daraufhin die Polizeiabsperrungen, attackierten Beamte mit Schlagstöcken und warfen mit Steinen. Allein in Bonn wurden 29 Polizisten verletzt und mehr als 100 Demonstranten festgenommen.

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Nach den Ausschreitungen in Bonn kündigte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) an, nach rechtlichen Wegen gegen die Pro-NRW-Provokation zu suchen. Zeitgleich erlaubten mehrere Verwaltungsgerichte den Rechtsextremen jedoch, die Karikaturen weiter zu zeigen.