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Hintergrund: Israel und die libanesische Hisbollah

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Assad und Nasrallah
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Syriens Machthaber Assad (r.) im Gespräch mit Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Foto: Sana Foto: dpa

Tel Aviv (dpa) - Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah kämpft im Syrienkrieg eng an der Seite des Regimes von Präsident Baschar al-Assad. Sie gilt auch als Erzfeind Israels und hat während des Libanonkriegs 2006 Tausende Raketen auf das südliche Nachbarland abgefeuert.


Israel hat seit Beginn der Syrienkrise immer wieder die Sorge geäußert, syrische Chemiewaffen könnten in den Kriegswirren in die Hände der pro-iranischen Hisbollah oder Al-Kaida-Verbündeter fallen. Der jüdische Staat will nach Medienberichten zudem verhindern, dass die Hisbollah die Kontrolle über hochmoderne, aus Russland stammende Panzerabwehr- oder Flugabwehrraketen erlangt.

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Solche Waffen könnten in einem künftigen Konflikt gegen Israel eingesetzt werden oder gegen israelische Flugzeuge, die in den libanesischen Luftraum eindringen. Syrien gilt als wichtiges Transitland für iranischen Waffennachschub an die Hisbollah.

Israel hat zuletzt Warnungen an Damaskus verschärft, solche Waffenlieferungen an die Hisbollah würden als »rote Linie« angesehen. Notfalls müsse die israelische Armee in Syrien eingreifen, um dies zu verhindern.