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Hintergrund: Interpretation des Grundschulvergleichs

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Ergebnisse des Grundschulvergleichs
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Petra Stanat (Direktorin Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) stellt die Ergebnisse in Mathematik und Deutsch vor. Foto: Kay Nietfeld Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die Punktewerte-Tabellen der Bundesländer bei Schulleistungsvergleichen werden häufig fehlinterpretiert. «Ein Unterschied von fünf Punkten ist statistisch nicht relevant», erläuterte die Direktorin des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), Petra Stanat.


Die Forscher warnen deshalb vor einem reinen Länderranking von eins bis 16. Sie sprechen von einer Spitzengruppe mit Leistungen weit über dem Bundesdurchschnitt (500 Punkte) und einem breiten Mittelfeld, bei dem die Länder relativ dicht beieinander lägen. Ausreißer nach unten - mit deutlich unterdurchschnittlichen Leistungspunktwerten - sind vor allem die Stadtstaaten.

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Der neue Grundschul-Bundesländervergleich ist nach Aussage der Wissenschaftler auch nur bedingt mit der internationalen Iglu-Grundschulstudie von 2006 vergleichbar. Auch damals gab es einen deutschen Bundesländervergleich.

Diesmal wurden die Aufgaben allein aus den vereinbarten neuen Bildungsstandards der Kultusminister entwickelt. 2006 gab es einen internationalen Aufgabenkatalog. Vor allem die Punktwerte beider Tests seien deshalb nicht vergleichbar, sagte IQB-Direktor Hans Anand Pant. Allerdings seien die Unterschiede im Länder-Ranking auch nicht sehr groß.