Hintergrund: Ein Land in der Krise

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Rom (dpa) - Der Wahlkampf in Italien wird überschattet von der schlechten wirtschaftlichen Situation und den vielen Problemen des Landes. Auf den Sieger der Parlamentswahl warten eine Reihe großer Herausforderungen.


Die angeschlagene Wirtschaft, eine Rekord-Arbeitslosigkeit sowie die immer noch grassierende Korruption und der Einfluss der Mafia sind nur einige der Probleme, denen sich der neue Regierungschef stellen muss. Dazu kommen Italiens langsames Justizsystem und die Schwierigkeiten mit dem Bildungssystem.

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In den vergangenen eineinhalb Jahren ist das Bruttoinlandsprodukt Italiens kontinuierlich geschrumpft, eine Besserung ist zumindest bis zum Jahresende nicht in Sicht. Das Land steckt in einer der schlimmsten Rezessionen der Nachkriegszeit. Und die hat ihren Tribut gefordert: Die Industrieproduktion ist seit 2008 um 25 Prozent gesunken, die Arbeitslosigkeit auf über elf Prozent gestiegen. Besonders schlimm trifft es die jungen Italiener, rund 37 Prozent von ihnen sind ohne Job.

Italiens schlechte wirtschaftliche Situation beschäftigt die Menschen und damit auch die Politiker im Wahlkampf. Alle Parteien haben versprochen, im Falle eines Sieges bei den Wahlen Jobs und Wachstum zu schaffen und Steuerentlastungen auf den Weg zu bringen, um die Wirtschaft des Landes wieder anzukurbeln.

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