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Hintergrund: Die Sonderwirtschaftszone Kaesong

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Arbeiterinnen in Kaesong
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Nordkoreanische Arbeiterinnen produzieren in Kaesong Textilien für den südkoreanischen Markt. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv Foto: dpa

Seoul (dpa) - Der Industriekomplex Kaesong galt einst als Symbol der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea. Die kapitalistische Wirtschaftsenklave im stalinistischen Norden liegt weithin abgeschirmt nur einige Kilometer von der schwer bewachten Grenze entfernt in der Provinz Nord-Hwanghae am Rand der Stadt Kaesong.


Die Sonderwirtschaftszone in Nordkorea sollte nach den Vorstellungen Südkoreas nicht nur die wirtschaftliche Zusammenarbeit voranbringen, sondern für den abgeschotteten Nachbarstaat ein Fenster zur Welt öffnen. Heute ist der weitgehend von südkoreanischer Seite finanzierte Komplex das einzige noch verbliebene Kooperationsprojekt zwischen beiden Länder. Es ist ein wichtiger Devisenbringer für Nordkorea.

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Auf dem weitläufigen Gelände des Parks arbeiten über 50 000 niedrig bezahlte nordkoreanische Arbeiter für 123 Unternehmen aus Südkorea. Sie produzieren dort unter anderem Textilien und Bekleidung, Haushaltsgeräte, Bauteile für Maschinen, Autos und Halbleiter. Die Errichtung der Industriezone begann 2003, Ende 2004 wurden dort die ersten Produkte hergestellt. Im vergangenen Jahr wurden in dem Gewerbekomplex Güter im Wert von rund 470 Millionen Dollar produziert.