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Hintergrund: Die griechischen Reformauflagen

Berlin (dpa) - Im Gegenzug für die vereinbarten Hilfskredite hat Griechenland Reformen und Einsparungen zugesagt. Beispiele:

Containerhafen von Piräus
Der Containerhafen von Piräus soll privatisiert werden. Foto: Emily wabitsch/Archiv Foto: dpa

FINANZSYSTEM: Die Banken sollen mehr Kapital bekommen. Eine Insolvenzordnung für Unternehmen und Privatleute soll mehr Sicherheit geben. Zudem soll die Regierung gegen faule Kredite vorgehen.

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PRIVATISIERUNGEN: Bis Ende Oktober müssen Ausschreibungen für die Häfen von Piräus und Thessaloniki stehen. Auch Regionalflughäfen sollen in private Hände gehen.

VERWALTUNG: Die Öffentliche Verwaltung soll modernisiert und effizienter werden. Besondere Vergünstigungen für Staatsangestellte sollen zusammengestrichen werden.

RENTENSYSTEM: Das griechische Rentensystem gilt als zu teuer. Schon geplante Reformen sollen jetzt umgesetzt werden. Anreize für die Frühverrentung sollen wegfallen, das Regelalter für den Renteneintritt soll auf 67 Jahre klettern.

STEUERN: Die Regeln gegen Steuerhinterziehung sollen klarer gefasst und die Steuerbehörden gestärkt werden. Auch beim Grundstückskataster will der Staat genauer hinschauen. Bereits von 13 auf 23 Prozent ist die Mehrwertsteuer für viele Bereiche gestiegen.

Erklärung des Euro-Gipfels om 12./13. Juli 2015

ESM zu Griechenland, englisch

EU-Kommission zur Griechenland-Hilfe, englisch

Bundesfinanzministerium zur Griechenland-Hilfe

Länderanalyse des Bundesfinanzministeriums zu Griechenland