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Hintergrund: Der NSU-Prozess in Zahlen und Fakten

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NSU Prozess - Rechtsanwälte
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Die Rechtsanwälte Wolfgang Stahl (l-r), Wolfgang Heer und Anja Sturm: Sie sind die drei Verteidiger der Hauptangeklagten im NSU-Prozess, Beate Zschäpe. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

München (dpa) - Am 17. April beginnt in München der NSU-Prozess - ein Mega-Verfahren in vielerlei Hinsicht. Einige Zahlen und Fakten:


- 5 Richter hat der Staatsschutzsenat des Münchner Oberlandesgerichts unter Vorsitz von Manfred Götzl. Zudem wurden 3 Ergänzungsrichter benannt - falls ein Richter während des Prozesses ausfällt.

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- 5 Angeklagte müssen sich in dem Verfahren vor Gericht verantworten, darunter Beate Zschäpe und der frühere NPD-Funktionär Ralf Wohlleben.

- 12 Verteidiger stehen ihnen nach Angaben des Oberlandesgerichts (OLG) insgesamt zur Seite. Allein Zschäpe hat 3 Verteidiger.

- 22 Sachverständige wurden von der Bundesanwaltschaft benannt, darunter Psychiater und Rechtsmediziner.

- 71 Nebenkläger sind nach OLG-Angaben zugelassen, darunter viele Angehörige der Mordopfer.

- 49 Anwälte vertreten die Nebenkläger.

- 85 Verhandlungstage hat das OLG zunächst angesetzt, und zwar bis Januar 2014. Allerdings hat das Gericht bereits erklärt, dass dies wohl bei weitem nicht ausreicht. OLG-Präsident Karl Huber sprach zuletzt von einer Prozessdauer bis zweieinhalb Jahre.

- 123 Medien habe sich für das Verfahren akkreditiert.

- 50 von ihnen haben einen fest reservierten Platz.

- Rund 230 Plätze hat der umgebaute Gerichtssaal A 101, etwa 100 mehr als vorher.

- 488 Seiten umfasst die Anklageschrift der Bundesanwaltschaft. Darin wird Zschäpe Mittäterschaft bei den zehn NSU-Morden vorgeworfen.

- 606 Zeugen hat die Bundesanwaltschaft für den Prozess benannt.

- Die mehr als 280 000 Seiten Ermittlungsakten füllen mehr als 600 Ordner.