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Hintergrund: Anorganische Düngemittel - nützlich und gefährlich

Berlin (dpa) - Seit dem 19. Jahrhundert werden Wachstum und Ertrag von Nutzpflanzen mit chemischen Düngemitteln gefördert. Dazu dienen besonders Salze, die Stickstoff, Phosphor und Kalium enthalten.

Das aus Ammoniak und Salpetersäure gewonnene Ammoniumnitrat ist als Düngemittel besonders geeignet, weil es chemisch gebundenen Stickstoff enthält.

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Die meisten anorganischen Mineraldünger (organischer Dünger wird aus pflanzlichen und tierischen Abfällen hergestellt) sind leicht entzündlich oder explosiv. Ammoniumnitrat wird wegen der großen Explosionsgefahr in der Regel nur in Mischungen als Dünger verwendet.

Bis zum Zweiten Weltkrieg basierten auch viele Sprengstoffe auf der Chemikalie. Ammoniumnitrat wurde zudem bei verschiedenen Anschlägen verwendet. Die Substanz war in der Tasche, die beim fehlgeschlagenen Attentat im Dezember 2012 am Bonner Hauptbahnhof gefunden wurde. 1995 war die Chemikalie für den Anschlag auf ein Bürogebäude in Oklahoma City in den USA verwendet worden.

Statistisches Bundesamt zur Düngemittelindustrie