Bildtext einblenden
Foto: Symbolbild (Pixabay)

Heute ist Tag der Muttersprache: Mundartliche und historische Siedlungsnamen gesucht

Traunstein/BGL – Der »Verband für Orts- und Flurnamenforschung in Bayern« möchte die mundartlichen und historischen Formen von Siedlungsnamen möglichst lückenlos erfassen und die seit 1920 in seinem Archiv angelegten Flurnamensammlungen für Bayern vervollständigen.


Dieses Vorhaben unterstützt der »Verein Bairische Sprache und Mundarten Chiemgau-Inn« und ruft deshalb anlässlich des Tags der Muttersprache am heutigen Montag dazu auf, Ortsnamen, die sich dialektisch wesentlich von ihrer geschriebenen Art unterscheiden, bei ihm zu melden (Telefon 0861/14306). Es soll versucht werden, die Ortsnamen zu erfassen, damit sie der Nachwelt erhalten bleiben.

Einige an der Heimatsprache Interessierte haben schon mehrere Beispiele gemeldet. Darunter sind auch Ortsnamen, die im Dialekt stark abgekürzt sind im Vergleich zum geschriebenen Ortsnamen. Beispiele sind etwa Dialing für Tyrlaching, oder Truchtling für Truchtlaching, Obbmham für Abtenham, Rücksteen für Rückstetten, Summering für Sondermoning. Bei vielen Ortsnamen kann man von der mundartlichen Aussprache leicht auf die schriftliche Form schließen wie etwa Freitsmoos für Freutsmoos in der Gemeinde Palling. Emertsham kommt sogar ganz schriftsprachlich daher.

Viele Ortsnamen kennen nur die Einheimischen und würden Fremden Schwierigkeiten machen, etwa Cheaming (Chieming), Hiawading (Hörpolding), Oinmoak (Altenmarkt), Laffa (Laufen) oder Oareng (Ainring).

Christina Waldherr