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»Hervorragende Arbeit geleistet«

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Erfolgreiches Team: Markus Fischer, der seit rund einem Jahr Cheftrainer der österreichischen Damen-Mannschaft ist, freute sich mit Biathletin Lisa Hauser über ihre Erfolge bei der WM. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Markus Fischer ist auch nach der Rückkehr ins heimatliche Ruhpolding immer noch überwältigt von den Erfolgen seines Schützlings Lisa Hauser bei der Biathlon-Weltmeisterschaft auf der Pokljuka. Mit Gold im Massenstart krönte die 27-Jährige die WM für das österreichische Team. Zuvor holte sie in der Verfolgung und in der Mixed-Staffel jeweils Silber. »Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Unser Trainingskonzept ist aufgegangen«, freut sich Fischer, der seit rund einem Jahr Cheftrainer der österreichischen Damen-Mannschaft ist.


Noch im Sommer beim Trainingslager in Ruhpolding hatte er mit einer möglichen Medaille bei der WM geliebäugelt. Nun sind es sogar drei geworden! Lisa Hauser stand nach ihren Erfolgen im Weltcup im Vorfeld der Titelkämpfe bereits auf dem Zettel der Experten. »Die Lisa hat unser Training gut angenommen und somit ist alles auch aufgegangen«, erklärt der 52-Jährige, der der jüngere Bruder von Biathlon-Legende Fritz Fischer ist. Beim letzten Schießen zum WM-Titel von Lisa Hauser stand Fischer wie immer im Wald an der Strecke, um seinen Schützling dort zu unterstützen. »Ich habe immer auf die Nachrichten am Funk gewartet, natürlich bin ich bei dem 20. Treffer sehr glücklich gewesen.« Als er vom 20-Sekunden-Vorsprung der 27-Jährigen erfuhr, war sich Markus Fischer sicher, dass die Goldmedaille in trockenen Tüchern ist. »Wir haben im Vorfeld der WM noch einmal intensiv an der Laufform gearbeitet. Bei den Wettkämpfen in Pokljuka hatten wir sensationelles Material. Unser gesamtes Team hat hervorragende Arbeit geleistet«, lobt Fischer. Immerhin hatten die Techniker bei der WM zunächst mit kaltem Wetter und Schneefall zu kämpfen, ehe es an den letzten Tagen ziemlich warm wurde.

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Jetzt soll nach Worten des Trainers Lisa Hauser ihren Triumph genießen und einige Tage abschalten. Sie wird allerdings wohl auch einige Termine wahrnehmen müssen, schließlich hat sie als erste Biathlon-Weltmeisterin Österreichs Sportgeschichte geschrieben. Spätestens am Donnerstag heißt es dann aber wieder trainieren. Die Vorbereitung auf die beiden letzten Weltcups in Nove Mesto und Östersund finden in Hochfilzen statt. Die Trainingspläne dafür hat Fischer bereits geschrieben, die Erfolgsserie von Lisa Hauser soll schließlich noch weitergehen.

Derzeit kann sich aber auch Markus Fischer über zu wenig Aufmerksamkeit nicht beschweren. Zahlreiche Interviewanfragen musste er abarbeiten. Dabei betonte er die gute Zusammenarbeit mit Schießtrainer Gerald Hönig. »Das klappt gut, wir haben unseren Aufgabenbereich klar abgestimmt. Er kümmert sich ums Schießen und ich um das Laufen und die allgemeine Fitness. Diese klare Struktur hat sich bewährt«, so Fischer, der bereits Trainerstationen in China und Kasachstan hinter sich hat. Durch die Erfolge Hausers werde sich im österreichischen Damen-Biathlon einiges entwickeln, da ist sich Fischer sicher.

SHu

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