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Hertha wieder mit Blick nach oben - 2:0 in Braunschweig

Braunschweig (dpa) - Hertha-Rückkehrer Ronny hat im Duell der Aufsteiger den Unterschied ausgemacht. Dank seiner Vorlagen gewannen die Berliner 2:0 (1:0) bei Eintracht Braunschweig und können sich in der Fußball-Bundesliga wieder nach oben orientieren.

Eintracht Braunschweig - Hertha BSC
Der Brasilianer Ronny (l) glänzte gegen Braunschweig als Vorlagengeber. Foto: Peter Steffen Foto: dpa

Beim Tabellenletzten traf Adrián Ramos am Sonntagabend in der 20. Minute nach einem Ronny-Eckball zur Führung, Tolga Cigerci (80.) sorgte nach weiterer Vorlage des Brasilianers mit seinem ersten Bundesliga-Tor für die Entscheidung.

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«Ronny hat nicht zum ersten Mal seine außergewöhnlichen Qualitäten gezeigt, das war mit spielentscheidend», lobte Hertha-Manager Michael Preetz am «Sky»-Mikrofon und Trainer Jos Luhuukay stellte treffend fest: «Ronny ist ein guter Passgeber, das ist Qualität.».

Vor 23 100 Zuschauern im ausverkauften Stadion blieben die Braunschweiger Gastgeber, bei denen in der Schlussphase Timo Perthel wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah, auch im vierten Spiel in Serie ohne Tor - damit stellten sie ihren Negativrekord aus dem Jahr 1985 ein. «Ich kann wieder einmal meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen», sagte Trainer Thorsten Lieberknecht und nannte als Rezept zur baldigen Besserung: «Zwei Nächte schlecht schlafen, aufstehen und Nutella-Brot essen.»

Mit 22 Punkten ist Hertha schon nach dem 15. Spieltag deutlich über dem Hinrunden-Soll. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen sind die Berliner weiter Tabellensiebter, verkürzten aber den Abstand auf den Europa-League-Rang sechs auf zwei Punkte. Braunschweig bleibt mit acht Zählern Tabellenletzter. Da aber auch die Mitkonkurrenten Freiburg und Frankfurt verloren, hat sich die Situation nicht wesentlich geändert. «Das wäre ein Spieltag für uns gewesen», ärgerte sich Lieberknecht und Mirko Boland gab zu: «Der Schlag sitzt tief.»

Das Spiel hatte kaum begonnen, da musste Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer die Partie wieder unterbrechen. Pyrotechnik im Berliner Fanblock sorgte nicht nur für Kopfschütteln bei Hertha-Trainer Jos Luhukay, sondern auch für dichte Rauchschwaden auf dem Spielfeld. «Ich finde das abwartig, uns ärgert das enorm. Das hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen», sagte Preetz verärgert.

Herthas Cigerci bot mit einem Distanzschuss die erste Torgefahr. Danach gewannen die Gastgeber die Oberhand, Oehrl und zweimal Orhan Ademi hatten gute Chancen. Auf der Gegenseite sorgte Nico Schulz mit einem Lattentreffer für das nächste Berliner Ausrufezeichen. Kurz darauf rechtfertigte Ronny schon mal seine Rückkehr ins Hertha-Team. Seine Ecke in den Fünfmeterraum köpfte Ramos unhaltbar für Torhüter Daniel Davari ins Tor.

Die Gastgeber spielten anfangs agiler als die Berliner, zeigten sich aber wieder einmal im Abschluss zu harmlos. Hertha nutzte seine Chancen eiskalt und konnte sich erst im Nachhinein die Führung verdienen, die Gäste agierten insgesamt cleverer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste der verletzte Ermin Bicakcic mit Verdacht auf Nasenbeinbruch für Marcel Correia weichen. Der Portugiese bekam es gleich mit einer sehenswerten Aktion Ronnys zu tun, der Eintracht-Schlussmann Davari zu einer Parade zwang. Braunschweig erhöhte den Druck, blieb aber im Abschluss zu harmlos. Berlin ließ sich zurückfallen, das genügte gegen die Angriffsbemühungen der Niedersachsen. Deniz Dogan (76.) mit einem Freistoß aus etwa 25 Metern sorgte für etwas Gefahr.

Auf der Gegenseite hätte Sandro Wagner für die Entscheidung sorgen können, doch die Beinahe-Kopie des Führungstors mit Kopfball nach Ecke von Ronny ging an die Latte und vor die Linie. Den Sieg sicherte dann Cigerci, der bei einem Konter eine weitere Vorlage von Ronny verwertete.

Die Spieldaten:

Ballbesitz in %: 54,8 - 45,2

Torschüsse: 13 - 16

gew. Zweikämpfe in %: 60,6 - 39,4

Fouls: 18 - 22

Ecken: 8 - 2

Quelle: optasports.com