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Herbert Häusl kandidiert wieder

Waging am See. Herbert Häusl (58) tritt erneut an: Die Freie Wählergemeinschaft Waging wählten den Waginger Bürgermeister einstimmig zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Auch die Liste der 20 Gemeinderatskandidaten wurde von den Mitgliedern einstimmig im Block abgesegnet.

Bürgermeister Herbert Häusl tritt wieder an. Bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft Waging wurde er einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert. (Foto: Eder)

Häusl führt an Platz eins auch die Liste der Kandidaten an. Alle acht bisherigen Gemeinderäte kandidieren wieder, gleichzeitig stehen aber auch sieben Neulinge auf der Liste. Der Damenanteil liegt bei drei. An Platz zwei liegt FW-Vorsitzender Beppo Hofmann, an Platz drei Martin Dandl als erster Kandidat für den Bereich Otting, an Platz vier Michael Schittenhelm für Tettenhausen. Dann kommt an Platz fünf Gemeinderätin Martina Bogner als erste Frau. Und so geht es weiter: Platz 6 Hias Schneider, 7. Marcus Kleißl, 8. Thomas Lamminger, 9. Willi Reiter, 10. Sepp Egger, 11. Georg Seehuber, 12. Andreas Kaiser, 13. Christian Harant, 14. Angelika Stief, 15. Ludwig Kleißl, 16. Uli Heigermoser, 17. Arthur Ganzenhuber, 18. Xandi Gröbner, 19. Sepp Kröger, 20. Alexander Ruschak.

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Vor den Abstimmungen hatte Bürgermeister Häusl die Liste zahlreicher Maßnahmen der letzten sechs Jahre Revue passieren lassen: als größter Brocken der Teilneubau und Sanierung des Seniorenheims (5,6 Millionen Euro), energetische Sanierung Mittelschule (600 000 Euro), Sanierung beziehungsweise Neubau von Kindergarten und Kinderkrippe (2,2 Millionen Euro), zahlreiche Straßenbaumaßnahmen einschließlich Leichtausbau und Unterhalt, Kanalisierung im Außenbereich abgeschlossen und fast alle Kanäle komplett saniert, Rathauserweiterung, Sanierung von Bahnhofstraße und Postgasse, Baulandausweisung im Einheimischen-Modell, Neugestaltung des Kirchplatzes in Tettenhausen, Kurparkerweiterung samt Brücke und Toilettenhaus, Lärmschutzwand. Auch im Energiebereich und gegen die Phosphatbelastung in Waging sei einiges getan worden. Schließlich habe man auch die Weichen gestellt für den Turnhallen-Neubau. »Wir sind auf allen Gebieten weiter vorangekommen«, so die Bilanz des Bürgermeisters, »und wir haben den Markt nach vorne gebracht.« In dieser Weise solle es verlässlich weitergehen. Als größte Projekte der kommenden Jahre bezeichnete Häusl den Turnhallenbau und die Erweiterung der Kläranlage, zusammen Maßnahmen in der Größenordnung von bis zu zehn Millionen Euro. Er sei bereit, seine ganze Kraft weiterhin für die Gemeinde einzusetzen: »Gott sei Dank bin ich wieder gesund und willens, das auf mich zu nehmen.« Eine starke Mannschaft aus den Reihen der Freien sei dafür notwendig.

Wahlleiter Ludwig Kleißl fasste die Ausführungen des Bürgermeisters in der knackigen Bemerkung zusammen: »Es gibt koan Besser’n, drum wähl ma ihn wieder.« Und das taten die Mitglieder denn auch.

Vorsitzender Hofmann hatte eingangs den großen Wahlerfolg der Freien Wähler von 2008 nochmals aufgegriffen. Acht von 20 Sitzen habe die FW bei der letzten Kommunalwahl für sich erobert. Und auch Bürgermeister Häusl kommentierte den damaligen Erfolg mit den Worten: »Das hätte keiner so geglaubt. Das war das beste FW-Ergebnis, das es jemals gegeben hat.« Dieses Ergebnis sehe er auch als eine klare Verpflichtung für seine Arbeit. Ein erfolgreiches Abschneiden prognostizierte schließlich Wahlleiter Kleißl auch für die aktuelle »Super-Liste«.

Beppo Hofmann kündigte abschließend an, es werde von Seiten der Freien Wähler keinen »Wahlkrampf« geben. Man werde andere Gruppierungen nicht kritisieren oder sie in schlechtes Licht rücken. Wohl aber werde die Freie Wählergemeinschaft intensive Wahlwerbung betreiben und sachliche Wahl-Informationsveranstaltungen abhalten. Ziel der Gruppierung sei es, dass sich die Menschen in der Gemeinde wohlfühlen und dass sie gut miteinander auskommen. Den Kandidaten gab er mit auf den Weg, sie hätten sich bei der »richtigen Liste eingeschrieben: Denn hier bei der FW Waging wurden alle meine Erwartungen erfüllt.« Man habe hier immer frei seine Meinung vertreten können und sei keinem Fraktionszwang unterworfen. Die Fraktion im Gemeinderat habe sehr effizient und konzentriert gearbeitet – »jeder auf seine eigene Art und Weise«. he