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Heimatzeitung mit viel Zielwasser

Bischofswiesen – Beim 34. Kegelturnier für Behörden und Betriebe auf der Kegelbahn in Bischofswiesen blieben große Überraschungen aus. Die etablierten Kegelmannschaften setzten sich auch in diesem Jahr durch. Allerdings zeigten einzelne Hobbykegler, zu welch tollen Leistungen sie fähig sind. Wie schon mehrfach zuvor, setzte sich die Mannschaft des »Berchtesgadener Anzeigers« vor den Vorjahressiegern der Post Berchtesgaden und den beiden Teams vom Bahnhof Berchtesgaden an die Spitze des Feldes. Eine herausragende Leistung zeigte der Leiter des Technischen Betriebes beim »Berchtesgadener Anzeiger«, Erwin Melzl, der das Team der Heimatzeitung zum Sieg führte. Bei den Damen war wieder einmal Maresa Goldschald das Maß der Dinge.

Die siegreiche Mannschaft des »Berchtesgadener Anzeigers« mit Christoph Zuhra (hinten/2.v.l.), Bernhard Zuhra (hinten/2.v.r.), Florian Votz (vorne/l.) und Erwin Melzl (vorne/r.), eingerahmt von den Turnierleitern Adi Hölzl (hinten/l.) und Georg Moderegger (hinten/r.). Fotos: Anzeiger/Wechslinger

Von Mittwoch bis Sonntag trafen sich 38 Mannschaften zum beliebten Turnier auf der Bischofswieser Kegelbahn. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom letztjährigen Gewinner Post Berchtesgaden um Adi Hölzl und Georg Moderegger sowie den Mitgliedern des SKC Bischofswiesen mit Vorstand Stefan Nette. Gabriel Brunner und Georg Moderegger sorgten dafür, dass es auf den Bahnen mit gleichen Bedingungen für alle zuging.

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Natürlich gab es an den fünf Spieltagen viel Gaudi, aber auch ernsthaften Sport auf den beiden Kegelbahnen. Die Meyer-Zwillinge Adi und Viktor, beide begnadete Kegler, waren nicht dabei, weil sie sich dieser Tage auf ihren 150. Geburtstag vorbereiten. Michael Brandner vom Salzbergwerk Berchtesgaden hielt beim Kegeln zur besseren Stabilität stets die freie Hand in der Hosentasche. Roman Peter unterbrach seine Schneepflugfahrt für kurze Zeit, um am Turnier teilzunehmen, und setzte den Winterdienst hierauf wieder fort.

Die große Überraschung aber war Helmut Motz, der Platz 3 belegte. Offensichtlich hatte Motz von seinem Schwiegervater Hans Zucker wertvolle Tipps bekommen. Zucker hatte erst jüngst den Bahnrekord in Bischofswiesen nach 100 Schub auf 502 hochgeschraubt.

Viel Spaß beim Kegeln

Vielleicht den größten Spaß beim Turnier hatten die Akteure der Firma Kroll & Rechtenbach und vom Autohaus Höfler, die sich seit Jahren duellieren. Die beiden Teams der Firma LKS (angeblich eine Abkürzung für »leider kegeln sie«) lagen im Wettstreit, wer die wichtigere Baustelle betreut. Und das Team vom Bahnhof Berchtesgaden hatte offensichtlich falsch aufgestellt, denn die Zweite Mannschaft lag vor der Ersten. Überhaupt gab es so manche Ausreißer in beide Richtungen. So steigerte sich Sparkassenzweigstellenleiter Hans Fischer von 153 Holz im letzten Jahr auf satte 213 in diesem Jahr.

Das Schwierige bei einem Turnier mit nur 50 Schüben ist, dass ein Fehler nurmehr schlecht ausgebügelt werden kann. Das sieht auch der überragende Sieger Erwin Melzl so, bei dem es sehr gut lief. »Es hätte aber auch ganz anders ausgehen können«, meinte der Sieger bescheiden.

Es gab jedoch nicht nur Topleistungen, sondern auch Mannschaften, bei denen die Teilnahme das Wichtigste war. So kegelten erstmals die Jugendfeuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Bischofswiesen mit, die natürlich noch viel Lehrgeld zahlten.

Am stärksten vertreten war die Firma Quittenbaum mit vier Teams, gefolgt von Hörakustik Bachmaier mit drei Mannschaften. Der Bahnhof Berchtesgaden, 2012 Freilassing, die Volks- und Raiffeisenbank, das Salzbergwerk, die Gemeinde Bischofswiesen, die Firma LKS und die Druckerei Plenk kegelten mit jeweils zwei Mannschaften.

Nachdem die letzte Kugel geschoben war, werteten die Mitglieder des Sportkegelclubs Rot-Weiß Bischofswiesen die Ergebnisse aus. Erwin Melzl bereitete die Urkunden vor und Adi Hölzl von den Post-Keglern führte durch die Siegerehrung.

Die Ergebnisse

Mannschaften: 1. Berchtesgadener Anzeiger 1 022 Holz, 2. Post Berchtesgaden 986, 3. Bahnhof Berchtesgaden II 983, 4. Bahnhof Berchtesgaden I 967, 5. Gebirgsjägerbataillon 962, 6. E.ON 958, 7. 2012 Freilassing I 927, 8. Firma Quittenbaum I 910, 9. 2012 Freilassing II 892, 10. Hörakustik Bachmaier I 877, Volks - und Raiffeisenbank I 877, 12. Schifffahrt Königssee, 13. Bäckerei Bründl, 14. Salzbergwerk Berchtesgaden I 834, 15. Saline Bad Reichenhall 828.

Damen: 1. Maresa Goldschald (Hörakustik Bachmaier I) 213, 2. Birgit Wimmer (Bahnhof Berchtesgaden I) 207, 3. Monika Meyer (Bahnhof Berchtesgaden II) 202, 4. Karin Gruber (2012 Freilassing II) 199, 5. Gerti Grubelnik (2012 Freilassing I) 198, 6. Sieglinde Wegscheider (Diakonie) 187, 7. Renate Schmid (2012 Freilassing II) 183, 8. Steffi Kunz (Bäckerei Bründl) 183, 9. Erika Hochreiter (Kroll & Rechtenbach) 179, 10. Heike Rechtenbach (Kroll & Rechtenbach) 176, 11. Sandra Sanders (2012 Freilassing I 172, 12. Christine Pastötter (2012 Freilassing II), 13. Geli Kunz (Bäckerei Bründl) 170, 14. Andrea Damböck (Bahnhof Berchtesgaden II) 170, 15. Ute Schröder (Volks- und Raiffeisenbank Berchtesgaden I) 167.

Herren: 1. Erwin Melzl (Berchtesgadener Anzeiger) 252, 2. Sepp Moderegger (Post Berchtesgaden) 225, 3. Helmut Motz (Gemeinde Bischofswiesen I) 219, 4. Thomas Hell (Bahnhof Berchtesgaden II) 218, 5. Stefan Nette (Saline) 217, 6. Adi Hölzl 214, 7. Georg Moderegger (beide Post Berchtesgaden) 214, Alois Damböck (Bahnhof Berchtesgaden I) 214, 9. Hans Fischer (Sparkasse Berchtesgadener Land) 213, 10. Stefan Wiltsch (Firma Quittenbaum I) 211, 11. Andi Meyer (Druckerei Plenk I) 210, 12. Christoph Zuhra (Berchtesgadener Anzeiger) 209, 13. Roland Schnaitmann (E.ON) 209, 14. Hans Moderegger (Bundeswehr Strub) 207, 15. Rudi Kracher (Schifffahrt Königssee) 205. Christian Wechslinger