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Hartmann, Gehring und Schulze: Kandidaten für Spitzenduo

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Drei Bewerber um zwei Posten: Die bayerischen Grünen haben in den kommenden Monaten die Qual der Wahl. Offen und transparent sei das alles, lobt die Parteispitze. Keine Palastrevolution wie anderswo.


München (dpa/lby) - Nun ist es offiziell: Das Spitzenduo der bayerischen Grünen für die Landtagswahl 2018 wird in einer Urwahl zwischen drei Kandidaten entschieden. Beworben haben sich die Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Ludwig Hartmann und Katharina Schulze, und Fraktionsvize Thomas Gehring. Weitere Bewerbungen seien bis zum Ende der Frist nicht eingegangen, teilten die Grünen am Dienstag mit. Schulze als einzige Frau ist damit gesetzt, um den zweiten Spitzenplatz konkurrieren somit Hartmann und Gehring. Nächster Schritt sind nun Kandidatenvorstellungen in ganz Bayern, die Urwahl selbst soll dann Anfang des Wahljahres 2018 stattfinden.

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«Wie eine demokratische Partei ihr Spitzenpersonal nicht bestimmen sollte, dafür lassen sich in Bayern durchaus abschreckende Beispiele von Palastrevolutionen finden», lästerte Grünen-Landeschef Eike Hallitzky mit Blick auf die CSU. «Im Gegensatz dazu sind die bayerischen Grünen beispielgebend für einen offenen und transparenten Weg. Eine Urwahl, das ist gelebte innerparteiliche Demokratie, die uns glaubwürdig macht und stark.» Die Co-Landesvorsitzende Sigi Hagl betonte: «Wir Grüne reden nicht nur von Beteiligung - wie leben sie.»

Die sogenannten Urwahlforen sollen nach derzeitigem Stand am 2. Dezember in München beginnen. Bis Mitte Januar sind dann weitere Termine in verschiedenen bayerischen Regierungsbezirken geplant.

An der Urwahl dürfen alle Grünen-Mitglieder teilnehmen, die bis zum 15. Dezember der Partei beitreten. Eingangsfrist für die Abstimmungsbriefe ist der 2. Februar 2018. Am Tag darauf soll die Auszählung beginnen, anschließend soll «unverzüglich» das Ergebnis bekanntgegeben werden. Die Landtagswahl selbst ist im Herbst.