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Gutes Finanzpolster, unerwartete Spenden und ein neues Ehrenmitglied

Berchtesgaden – Auf eine erfolgreiche Saison blickten die Verantwortlichen des SK Berchtesgaden bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Gasthaus »Goldener Bär« zurück. Der Klub verfügt nicht nur über ein gesundes Finanzpolster, es gingen während der Versammlung auch unerwartete Spenden durch Lackierermeister Franz Graßl (500 Euro) und einen unbekannten Mäzen (2 000 Euro) ein. Ferner sieht die Bestandssituation an den Kälbersteinschanzen im Gegensatz zu früheren Jahren wieder sehr gut aus.

Beim SK Berchtesgaden wurde Bartl Ponn (2.v.l.) zum Ehrenmitglied ernannt. Darüber freuen sich die Vorstände Wilfried Däuber (l.) und Thomas Vorberg (r.) sowie der langjährige Leiter der Jugend-Skischule im SKB, Eduard Berger (2.v.r.), der für 70-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde.

In einer Gedenkminute erinnerte der Vorstand des SK Berchtesgaden, Wilfried Däuber, an die im letzten Jahr verstorbenen SKB-Mitglieder Heiner Klersy, Siegfried Fendt, Gebhard Droßbach, Friedl Höllbacher, Adalbert Hahn, Fridolin Putz und Hans Lindner.

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Anschließend sprach Däuber von einem sportlich gesehen sehr erfolgreichen Verein. Dies sei jedoch nur durch gute Teamarbeit auf allen Ebenen möglich, betonte der Vorstand, der im Weiteren auf eine erfreuliche Entwicklung bei den Sportstätten verwies. Man verfüge über geeignete Schanzen von 18 bis 90 Metern, obwohl es noch Ressourcen gäbe. So sei eine Schanze mit acht Metern angedacht.

Ein Lob sprach Däuber der Marktgemeinde Berchtesgaden für deren Verdienste um die Langlaufloipe in der Scharitzkehl aus. Auch bezüglich des Baus der neuen Sesselbahn am Jenner nahm er Stellung und ebenso zur bestehenden Seilbahn: »Wenn die Hotels am Königssee gebaut worden oder Olympia 2022 gekommen wäre, dann hätten wir sicher eine neue Seilbahn bekommen. Doch jetzt müssen wir uns nach einem neuen Investor umsehen«, bedauerte Däuber die mehrheitlichen Absagen der einheimischen Bürger der letzten Wochen.

Viel Freude machen beim SKB die beiden klubeigenen Liegenschaften, das Dr.-Hugo-Beck-Haus und die Karl-Kreuzeder-Hütte, auf der man im nächsten Jahr das 90-jährige Bestehen und 50 Jahre Hüttenwart Stefan Angerer feiern werde. Über die vielen Aktivitäten des Vereinsjahres hatte Schriftführerin Maria Stangassinger einen ausführlichen Jahresbericht erstellt und für die Mitglieder auf den Tischen verteilt.

Sportwarte zeigen sich zufrieden

Von vielen schönen Erfolgen berichteten die Sportwarte Peter Hasenknopf und Udo Maier für die alpinen und nordischen Bereiche. So deckten 29 Aktive bei den Alpinen den Bereich vom Zwergerl-Skilauf bis hin zum Weltcup ab. Dabei hob Hasenknopf besonders Simona Hösl, Jenny Reinold sowie die Nachwuchskräfte Lorenz Hasenknopf, Jakob Schmidt und Philipp Graefe hervor.

Udo Maier referierte über die Aktivitäten bei den Nordischen. Als Manko stellte Maier fest, dass es keinen Langlauftrainer für die Anfänger gebe und Neueinsteiger beim WSV Bischofswiesen beginnen müssten. Als herausragende Aktive nannte Maier die Nachwuchskräfte Sebastian Braun, Sebastian Kistenmacher und Anna-Lena Braun.

Gut stelle sich die Situation in der Nordischen Kombination und im Spezialsprunglauf dar. Hinter dem Weltklassespringer Michael Neumayer reiften mit Daniel Wenig und Felix Glaßner zwei hoffnungsvolle Springer heran, erklärte Maier, dem der Bericht des scheidenden Biathlon-Referenten Martin Willeitner folgte. Leider, so Willeitner, habe Stefan Laube seine Laufbahn beendet. Dafür sprach Willeitner von großen Erfolgen seiner kleinen Gruppe durch Niklas Homberg und Michael Willeitner.

Homberg schlug sich bei den Junioren-Weltmeisterschaften sehr beachtlich und Willeitner trumpfte im sogenannten B-Weltcup mächtig auf. Aufgrund seiner guten Leistungen bei den deutschen Biathlonmeisterschaften im Sommer erreichte Willeitner sogar den B-Kader-Status.

Rückblick und Ausblick

Einen Rückblick sowie einen Ausblick auf die kommende Wintersaison gab Martin Rasp, Leiter der Jugend-Skischule im SKB. In erster Linie sollten die Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren bei ihm und seinen sechs Skilehrern den alpinen Skilauf erlernen. Besonders talentierte Kinder würden dann zur Rennsportgruppe im SKB geführt, so Rasp, der als Termine für die Jugend-Skischule 2014 den 18., 19., 25. und 26. Januar nannte.

Etwas besonders Erfreuliches sind in jedem Jahr die Ehrungen verdienter und langjähriger Klubmitglieder (siehe Kasten), die von den SKB-Vorständen Wilfried Däuber und Thomas Vorberg für ihre langjährige Treue gewürdigt wurden, sowie Sonderehrungen. So wurde das langjährige verdiente SKB-Mitglied Bartl Ponn zum Ehrenmitglied ernannt.

Peter Ziegler erhielt für seine großen Verdienste die Ehrennadel des SKB in Silber. Ferner wurden Peter Hochreiter, Elmar Homberg und Robert Leonhard für ihre Arbeit mit einer Helfer-Ehrung bedacht.

»Kinder lernen das Skifahren nicht mehr und viele Lehrer können es offensichtlich auch nicht mehr«, bedauerte Bürgermeister Franz Rasp in seinen Grußworten und lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit des SKB.

Der Deutsche Skiverband habe ganz offensichtlich erkannt, was er am Kälberstein besitze, erklärte Rasp weiter und sprach von einer sehr positiven Entwicklung, die den Schanzenbetrieb am Kälberstein bis 2018 sichere.

Abschließend überreichte der Bürgermeister einen 2 000-Euro-Scheck eines unbekannten Mäzens an die Vorstandschaft des SK Berchtesgaden. Christian Wechslinger