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»Mississippi Heat« überzeugte beim einzigen Gastspiel in Süddeutschland

Grandiose Solisten als homogene Gruppe

Das kurzfristig geplante Musikkonzert der Staudacher Musikbühne war nicht umsonst ausverkauft. Viele Fans aus dem Chiemgau und vor allem aus München vertrauten der Ankündigung, dass man sich das einzige Gastspiel in Süddeutschland der amerikanischen Formation »Mississippi Heat« nicht entgehen lassen sollte.

Ein Konzert der Extraklasse boten »Mississippi Heat« mit (von links) Terrence Williams, Pierre Lacocque, Brian Quinn, Inetta Visor und Michael Dotson im Gasthof Mühlwinkl.

Sie wurden nicht enttäuscht. Besser kann ein Konzert nicht präsentiert werden: Eine volle Bluesstimme von der farbigen Sängerin Inetta Visor, eine unglaubliche Vielfalt an den verschiedenen Mundharmonikas von dem Leader und Gründer der Band, Pierre Lacocque, eine klare fein gespielte Gitarre vom meistens lächelnden Michael Dotson, eine immer perfekt angepasste Bassgitarre von Brian Quinn und Rhythmus der Sonderklasse des gewichtigen Schlagzeugers Terrence Williams. Jeder Musiker war ein Solist der Extraklasse, dies wurde auch immer wieder mit Zwischenapplaus quittiert und miteinander war die Formation eine homogene Einheit, die ihres Gleichen sucht.

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»Mississippi Heat« präsentierte eine musikalische Vielfalt, vom Slow Blues bis zum stampfenden Chicago Blues, vom swingenden Mississippi Rhythmus bis zum südamerikanischen La Cucaracha. Hauptsächlich interpretierten die Musiker Songs von ihrer neuen CD »Warning Shot«. Dass es den Musikern auch eine Freude war, hier im Gasthof Mühlwinkl spielen zu dürfen, bewies die Tatsache, dass sie für den Veranstalter auch einige Titel der älteren CD »Handyman« von 1999 spielten. Die Band entwickelte dabei einen solchen Drive, dass sich die Fans nur noch wunderten und nach dem Konzert meinten, solch ein perfektes Event wohl noch nie erlebt zu haben.