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Gold für Radsprinterinnen - Drei Mal Bronze

London (dpa) - Die Teamsprinterinnen Miriam Welte und Kristina Vogel haben einem deutschen Bronze-Tag in London goldenen Glanz verliehen. Die Radsportlerinnen mussten sich im Finale zwar dem Duo aus China geschlagen geben, wurden aber durch Jury-Entscheid nachträglich auf Rang eins gesetzt.

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Miriam Welte (l) und Kristina Vogel mit ihren Goldmedaillen. Foto: Christian Charisius Foto: dpa

Durch Bronze für das Sprintteam der Männer, Judoka Dimitri Peters und Tischtennis-Star Dimitrij Ovtcharov erhöhte die deutsche Olympia-Mannschaft die Anzahl ihrer Plaketten am sechsten Wettkampftag der Spiele auf 17.

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Die Radsprinter René Enders, Robert Förstemann und Maximilian Levy bezwangen am Donnerstag im kleinen Finale um Bronze Australien. Ovtcharov gewann das Spiel um Platz drei gegen Chuang Chih-Yuan aus Taiwan mit 4:2 Sätzen und holte die erste deutsche Einzel-Medaille bei Olympia seit Jörg Roßkopf 1996. Peters im kleinen Finale der Judo-Kategorie bis 100 Kilogramm den Usbeken Ramziddin Sayidov und eroberte die dritte Medaille für die deutschen Mattenkämpfer in London.

Slalom-Kanutin Jasmin Schornberg belegte im Wildwasserkanal den fünften Platz im Finale des Kajak-Einers. Mittelgewichtler Stefan Härtel ist nur noch einen Sieg von einer Box-Medaille entfernt. Der 24 Jahre alte Sportsoldat bezwang im Achtelfinale den Iren Darren O'Neill mit 19:12. Als letzte deutsche Tennisspielerin verabschiedete sich Angelique Kerber im Einzel von Olympia. Sie unterlag Victoria Asarenka aus Weißrussland in zwei Sätzen. Im Mixed zogen Sabine Lisicki und Christopher Kas überraschend ins Viertelfinale ein.

Nach 86 von 302 Entscheidungen belegt das deutsche Team mit vier Gold-, acht Silber- und fünf Bronzemedaillen im Medaillenspiegel den sechsten Rang. An der Spitze blieb alles beim Alten: China (18-11-4) führt weiter klar vor den USA (15-8-9). Mit drei Mal Gold an einem Tag machte Großbritannien (5-6-4) einen Sprung auf Platz fünf. Chris Hoy eroberte mit dem siegreichen Radteam sein fünftes Olympia-Gold.

Die deutsche Ruder-Flotte schlägt sich bei Olympia weiter achtbar. Am drittletzten Wettkampftag auf dem Dorney Lake zogen mit dem Vierer ohne Steuermann und den beiden leichten Doppelzweiern drei weitere Boote in die Endläufe ein. Nicht gut lief es für Marie-Louise Dräger, die im Einer-Halbfinale Letzte wurde und im B-Finale antreten muss.

Für einen Lichtblick bei den deutschen Schwimmern sorgte Steffen Deibler. Der Hamburger schwamm in persönlicher Bestzeit von 51,92 Sekunden über 100 Meter Schmetterling als Sechstbester ins Halbfinale am Abend. Die Runde der letzten 16 erreichte auch Benjamin Starke. Nach ihrem Vorlauf-Aus über 100 Meter kam Rückenschwimmerin Jenny Mensing über 200 Meter ins Halbfinale. Im Beachvolleyball kamen Sara Goller und Laura Ludwig als drittes deutsches Duo ins Achtelfinale. Vor Weymouth fiel Surferin Moana Delle auf Gesamtplatz vier zurück.

Die Hockey-Damen feierten ihren zweiten Sieg und erhielten sich mit dem 2:0 gegen Südafrika ihre Halbfinal-Chance. Die Volleyballer feierten mit dem 3:2 gegen Serbien ihren ersten Vorrundensieg und können wieder aufs Viertelfinale hoffen. Dank Dorothee Schneider legte das Dressurteam einen guten Start hin. Die 43-Jährige ritt mit Diva Royal zu 76,277 Prozentpunkten. Für die deutsche Mannschaft reiten am Freitag Kristina Sprehe und Helen Langehanenberg.

Die Schnellfeuerschützen Christian Reitz und Ralf Schumann müssen um die Final-Teilnahme bangen. Reitz lag zur Hälfte der Qualifikation nur auf Rang acht. Der dreimalige Olympiasieger Schumann braucht als 15. ein kleines Wunder für das Finale der besten Sechs.