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Geteilter Plan, geteilte Meinungen

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Marktschellenberg – Die einen freuen sich, die anderen sind besorgt. Die Beschlüsse des Marktgemeinderates Marktschellenberg zum Bebauungsplan »Gastagweg« (siehe eigener Bericht) stießen bei den betroffenen Anliegern auf unterschiedliche Reaktionen. Der »Berchtesgadener Anzeiger« sprach mit ihnen nach der Sondersitzung.


Zu keinem Kommentar zu bewegen war Bürgermeister Franz Halmich. »Ich sage dazu nichts«, winkte er kopfschüttelnd ab. Voller Freude und Erleichterung hingegen waren Florian Springl und Martin Wagner. »Das ist gut. Das passt«, lachte Wagner sichtlich erleichtert.

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Ziemlich verunsichert und besorgt verließen hingegen Ingrid Hellmiss und Familie Göbel/Hochbichler den Sitzungssaal. »Das müssen wir uns jetzt erst einmal genau anschauen«, sagte Gerd Göbel. »Wir können das Ergebnis und dessen Auswirkungen für uns nicht genau erkennen.«

Als letzten Hilferuf und Reaktion auf die umfangreichen Leserbriefe von Franz Halmich und seiner Anhänger der Ländlichten Wählergemeinschaft beziehungsweise Nikolaus Rußegger von den Grünen, haben die Familien einen Brief an die Gemeinde geschickt, der dem »Anzeiger« vorliegt. »Ängste, Befürchtungen, Ungewissheit, Benachteiligung, drohende Existenzverluste, das ist die Stimmung und das Gefühlte bei uns Betroffenen«, heißt es darin.

Unter anderem kritisieren die Unterzeichner massiv die Beteiligung Halmichs an dem Ortstermin im Dezember. »Warum nimmt er wissentlich widerrechtlich am Termin teil?«, wollen sie wissen. Ebenso wehrt sich Familie Göbel entschieden dagegen, dass die Betonplatte auf ihrem Grundstück als »Schwarzbau« bezeichnet wird. Laut Landratsamt sei das nicht der Fall. Das entsprechende Schreiben liegt dem »Anzeiger« vor.

Nach den Beschlüssen sehen die Betroffenen viele Fragen unbeantwortet. »Der Beschluss ändert nichts an der Tatsache, dass der Schadnerweg im hinteren Bereich nur 2,80 Meter breit ist«, ärgert sich Ingrid Hellmiss. »Wenn er mit großem Gerät befahren wird, sind Flurschäden unvermeidbar.« Unterkriegen wollen sich die Anlieger jedoch nicht lassen. »Schauen wir mal, dann sehen wir schon«, sagt Ingrid Hellmiss optimistisch. Christian Fischer