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Georgiritt nach alter Tradition

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Foto: Mix

Stein/St. Georgen - Am Sonntag trotzten zahlreiche Pferdefreunde der kalten Witterung und nahmen am traditionellen Georgiritt von Stein nach St. Georgen teil. Die Kälte dürfte jedoch der Grund dafür gewesen sein, dass heuer mit 150 Pferden weniger als in den Vorjahren dabei waren. Und auch die Zuschauer am Start- und Zielpunkt sowie unterwegs waren deutlich weniger als in manch anderen Jahren, wenn die Sonne vom Himmel strahlte. In diesem Jahr saß erneut der Traunreuter Stadtpfarrer Thomas Tauchert auf dem Pferd und erteilte allen Teilnehmern und Pferden am Kirchplatz in St. Georgen den Segen.

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Pünktlich mit dem Glockenschlag um 14 Uhr setzte sich der Zug aus Reitern, Kutschen und Motivwagen in Bewegung. Die zwei voranreitenden Postillione kündeten den Start an und spielten später auch bei der Ankunft in St. Georgen. Hinter ihnen folgten Engerl, Ministranten, der Pfarrer und Martin Mayer als Heiliger Georg. Von St. Georgen aus ging die Georgi-Bruderschaft ein Stück dem Zug entgegen, so wie es schon in alten Aufzeichnungen über den Ritt vermerkt war. In Weisham warteten die sechs Männer und führten den Zug zum Kirchplatz.

Steiner Ortsvereine sowie Reitergruppen aus benachbarten Orten nahmen wie üblich mit Fahnenabordnungen und Motivwagen am Ritt teil. Der katholische Arbeiterverein Stein stellte auf seinem Wagen die Heilige Familie dar. Der Trachtenverein Altenmarkt hatte den Heiligen Jakobus und die Kirche von Rabenden dabei. Auf dem Wagen der Dorfgemeinschaft Attenmoos/Neudorf kniete der Heilige Isidor, der Trachtenverein d’Alztaler Truchtlaching führte den Heiligen Nepomuk mit, die Trachtenvereine aus Traunwalchen und Palling hatten Trachtler auf dem Wagen. Die Musikkapellen aus Traunwalchen, Altenmarkt und die Stadtkapelle Traunreut, die zuvor schon Standkonzerte gaben, spielten auch während der Pferdeprozession.

In Kutschen saßen auch dieses Jahr die Geistlichkeit vertreten durch Dekan Hans Huber, Pfarrer Bartok von der rumänisch-orthodoxen Gemeinde Traunreut, den evangelischen Pfarrer Stefan Hradetzky, der erstmalig beim Georgiritt dabei war, und die Gemeindereferentin Monika Angerer. Die vier Vorstandsmitglieder des Georgivereins saßen in einer eigener Kutsche, ebenso die kommunalen Politiker. In der Bürgermeisterkutsche waren Traunreuts Bürgermeister Klaus Ritter, Stephan Bierschneider aus Altenmarkt, Josef Jahner aus Palling und Bernd Ruth aus Seeon/Seebruck. In der Kutsche der Schlossbrauerei Stein nahmen Geschäftsführer Stefan Haunberger, Braumeister Markus Milkreiter, MdB Peter Ramsauer und Landrat Siegfried Walch Platz.

Sehr schön anzusehen waren wie jedes Jahr nicht nur die herausgeputzten Pferde sondern auch die Reiter in ihren Trachten oder historischen Gewändern. Nach einer kurzen Andacht in der Pfarrkirche ließen sich Ritt-Teilnehmer und Besucher noch Bier und Brotzeit im Zelt der Feuerwehr schmecken. - mix