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Gemischte Bilanz für die heimischen Mannschaften

Drei Siege und drei Niederlagen gab es an diesem Wochenende für die Mannschaften der heimischen Ringervereine. Während der SV Wacker Burghausen in der Ersten Bundesliga wettkampffrei hatte, mussten alle weiteren Vereine auf die Matte.

Mit dieser Aktion legte der Nürnberger Tim Stadelmann (blaues Trikot) diesmal den Angerer Robert Molnar auf die Schultern. (Foto: Wittenzellner)

Die Gesamtbilanz ist durchwachsen: Während Trostberg (Oberliga), Traunstein (Bayernliga) und Anger II (Landesliga Süd) jeweils Siege einfuhren, setzte es für Anger (Zweite Bundesliga Süd), Berchtesgaden und Burghausen II (beide Landesliga) jeweils eine Niederlage.

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Der SC Anger hatte in der Zweiten Bundesliga mit dem SV Johannis Nürnberg aus der Hinrunde noch eine Rechnung offen, doch Anger verlor etwas überraschend 16:21. Dabei standen die Vorzeichen vor rund 400 Zuschauern in der Aufhamer Schulturnhalle nicht schlecht. Hatten die Nürnberger doch vergessen, für ihren Greco-Mittelgewichtler Michael Lutz, der den verletzten Matthias Baumeister vertreten sollte, eine Lizenz zu beantragen. Damit gingen vier Punkte kampflos an Angers Bernhard Mayr.

Ansonsten lief aber einiges nicht nach Plan, wie die Schulterniederlage von Robert Molnar (66 kg Freistil) zeigte, der praktisch der Schlüsselkampf war. Als dann Attila Drechsler (74 kg, Greco) gegen den geschickt verteidigenden Sven Dürmeier »nur« ein 3:0 schaffte, war die Hoffnung auf einen Sieg dahin. Ein Schultersieg oder mit technischer Überlegenheit wäre für Josef Hinterreiter gegen Mario Besold nötig gewesen, um noch ein Unentschieden zu retten. Der Nürnberger gewann aber unter dem Jubel der lautstarken Grizzly-Fans den Kampf. Anger bleibt aber auf dem fünften Tabellenplatz.

Der TSV Trostberg holte gegen den RSV Schonungen vor 200 Zuschauern beim 21:17 den erwarteten, allerdings sehr knappen Heimsieg in einer bis zuletzt spannenden Begegnung. Der TSV besiegelte endgültig den Abstieg der Schonunger von der Oberliga in die Bayernliga. Die Alzstädter waren wieder mit ihrer ungarischen Fraktion angetreten, die erwartungsgemäß für zwei sichere Siege sorgte. Witali Lazovski musste – jetzt in der 66 kg Gewichtsklasse startend – seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Trostberg bleibt auf dem vierten Tabellenplatz.

In der Bayernliga bleibt der TV Traunstein auf Tuchfühlung zum ungeschlagenen Spitzenreiter SV Hallbergmoos. Diesmal holte man einen stark herausgekämpften 23:17-Erfolg gegen die Reserve des Bundesligisten Lichtenfels und hat damit zwei Kämpfe vor Saisonende den zweiten Platz in der Liga sicher.

SC Anger II souverän

Landesligist SC Anger marschierte im Spaziergang zum 35:3-Erfolg gegen Absteiger SV Untergriesbach II, dem nur ein Sieg gelang – neun gingen indes auf das Angerer Konto. Untergriesbach muss nach dem Saisonende den Gang in die Bezirksliga antreten. Der Tabellendritte TSV Berchtesgaden kam beim 8:28 in Au/Hallertau beim dortigen ASV kräftig unter die Räder und verbuchte nur zwei Siege.

Etwas überraschend musste Andreas Hillebrand (74 kg, Freistil) aufs Blatt. Drei knappe Siege standen für die Reserve des SV Wacker Burghausen beim Duell beim TV Geiselhöring auf der Habenseite – zu wenig, um die starken Gastgeber ernsthaft zu gefährden. Burghausens Reserve bleibt weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz.

In der Schüler-Grenzland-Liga setzte sich Anger gegen Berchtesgaden und Traunstein durch, wohingegen Trostberg den Nachwuchs aus Burghausen knapp in Schach halten konnte. Vigaun/Abtenau saß gegen Berchtesgaden am längeren Hebel.

Wenig zu bestellen gab es bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der weiblichen Jugend für die bayerische Auswahl, die im Saarland nur den achten Platz belegte. Aus der Region kamen zum Einsatz: Maria Wuchterl (Burghausen), Sophie Weinert und Nicole Amann (beide Anger) und Teresa Feldner (Traunstein).

AC Wals mit 48. Titelgewinn

Zu einem rauschenden Ringerfest avancierte das Finale um die österreichische Meisterschaft. Der AC Wals konnte die Gäste vom KSK Klaus auch im zweiten Finalkampf besiegen und holte vor 1300 Zuschauern und viel österreichischer Sport- und Politprominenz ein hohes 45:15. Im ersten Finale hatte der AC mit 34:25 gewonnen. Der Rückkampf in der Walserfeldhalle gleich einem Tollhaus, die AC-Ringer, die den Gästen insgesamt deutlich überlegen waren, steigerten sich in einen wahren Ringerrausch. awi