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Gemeinsam erinnern

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Yad Vashem
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Die Fotos und Notizen erinnern an getötete Juden. Foto: Nir Alon/ZUMA Wire/dpa Foto: dpa

Vor 75 Jahren beendeten ausländische Soldaten in Deutschland schlimmste Verbrechen. Jetzt erinnerten Menschen aus vielen Ländern gemeinsam an diesen Tag.


Wer unter der hohen Kuppel steht, blickt automatisch nach oben. Denn dort hängen Hunderte Fotos und Zettel. Die Fotos zeigen Menschen. Auf den Zetteln stehen einige Hinweise zu ihrem Leben. Die Kuppel ist Teil einer Gedenkstätte in der Stadt Jerusalem in Israel. In dem Land leben viele Juden, also Menschen, die zum jüdischen Volk oder jüdischen Glauben gehören.

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Die Fotos und Texte in der Kuppel sollen an ermordete Juden erinnern. Denn zwischen den Jahren 1933 und 1945 wurden in Europa viele Juden bedroht und getötet. Dafür verantwortlich waren die Nationalsozialisten und ihr Anführer Adolf Hitler. Sie herrschten damals in Deutschland.

Die Nationalsozialisten ließen spezielle Lager bauen und brachten Juden und auch andere Menschen gegen ihren Willen dorthin. In den Lagern lebten die Menschen unter schrecklichen Bedingungen. Sie mussten schwer arbeiten und viele von ihnen wurden getötet. Eines der Lager errichteten die Deutschen in Auschwitz, im heutigen Land Polen. Eine Million Menschen wurden dort getötet.

Deutschland führte damals mit vielen Ländern Krieg. Am 27. Januar ist es genau 75 Jahren her, dass ausländische Soldaten Auschwitz erreichten. Sie befreiten das Lager und beendeten das Töten dort. Ein besonderer Tag!

An diesen Tag erinnerten am Donnerstag mehr als 50 Politiker und Regierungschefs. Dazu waren sie aus der ganzen Welt nach Yad Vashem gereist. Auch Frank-Walter Steinmeier war dabei. Er ist Deutschlands Staatsoberhaupt.

»Das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte - es wurde von meinen Landsleuten begangen«, sagte Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede. Deshalb sei es ein Geschenk, dass er an diesem Tag in Yad Vashem sprechen dürfte. Denn das sei ein Zeichen der Versöhnung.