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Gemeinderat diskutiert Stellplatzfrage

Marktschellenberg - Soll im Marktschellenberger Ortsteil »Ettenberg« ein Defibrillator angebracht werden? Diese Frage führte in der Gemeinderatssitzung am Montagabend zu heftiger Diskussion.

Sophia Stanggaßinger (CSU) sieht dafür dringend Bedarf: »Am Almberg leben viele ältere Personen, zudem ist er im Sommer ein beliebtes Wanderziel.« Schwierig gestaltet sich nur die Stellplatzfrage. Bislang gibt es keinen geeigneten Standort, zudem muss das Gerät in einem temperierten Raum untergebracht werden.

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Auch die langen Wege am Almberg können problematisch werden: »Es ist ein tolles Gerät, aber man muss innerhalb fünf Minuten an die Dinger rankommen, sonst ist es zu spät«, klärte Gemeinderat und Arzt Dr. Michael Köhler auf, »mit Herzmassage und Mund-zu-Mund-Bearbeitung ist bei langen Wegen oftmals mehr ausgerichtet«.

Der Gemeindeverwaltung bleibt im Moment nichts anderes übrig, als eine Privatperson am Almberg zu finden, die einen geeigneten Raum für den Defibrillator zur Verfügung stellt.

Sollte sich niemand finden, muss über einen neuen Standort entschieden werden. Dafür gab es in der Sitzung bereits Vorschläge: Wolfgang Lochner (CSU) würde das Marktschellenberger Schwimmbad präferieren, Volkhard Geiger (FWG) sieht den Scheffauer Sportplatz als sinnvoll an.

Ein kürzlich an die Gemeinde gespendeter Defibrillator wird demnächst in der Volks- und Raiffeisenbank, Filiale Marktschellenberg, aufgestellt. Zudem finden sich in der Arztpraxis von Dr. Köhler sowie in einem Fahrzeug der Marktschellenberger Bergwacht je ein Gerät. ci