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»Geiger«-Pläne sollen Anfang 2014 konkret werden

Im Gegensatz zum alten »Hotel Geiger« befinden sich die möglichen Investoren nicht in einem Dornröschenschlaf. Sie planen auf dem Grundstück weiterhin einen Hotelneubau und wollen Anfang nächsten Jahres konkrete Pläne vorlegen. Foto: Anzeiger/Kastner

Bischofswiesen – Mit einem taktischen Schachzug wollte Bischofswiesens Bürgermeister Toni Altkofer wieder Bewegung in das festgefahrene Projekt »Hotel Geiger« bringen. Er hatte das Thema ohne konkreten Anlass auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am Dienstag gesetzt. Prompt meldeten sich im Vorfeld der Sitzung alle Beteiligten beim Rathauschef und versicherten, dass die Pläne für einen Hotelneubau durch einen Investor auf dem besten Weg seien. Damit konnten dann alle wieder zufrieden sein.


Seit Monaten herrsche Stillstand in puncto »Hotel Geiger«, erklärte Bürgermeister Altkofer und konnte sich das nicht erklären. Von den Investoren höre er plötzlich nichts mehr und die Sparkasse Berchtesgadener Land als Hauptgläubiger habe kürzlich einen selbst beantragten Versteigerungstermin wieder absetzen lassen, ohne die Gemeinde zu informieren. Um »Grundsätzliches klarzustellen und Bewegung in die Angelegenheit zu bringen« habe er das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderats gesetzt.

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»Nur wenn die drei Hauptspieler in dieser Sache – Eigentümer Stefan Geiger, die Sparkasse als Hauptgläubiger und der Investor – hier zusammenwirken, kann sich etwas bewegen«, sagte Altkofer. Tatsächlich haben sich alle drei Mitwirkenden bei ihm gemeldet, nachdem sie erfahren hatten, dass das Thema im Gemeinderat behandelt wird. So teilte die Sparkasse mit, dass man den angesetzten Versteigerungstermin abgesetzt hatte, nachdem der potenzielle Investor betont hatte, dass er konkret einen Neubau plane. Auch die Sparkasse selbst versicherte gegenüber der Gemeinde, dass man sehr an einer Neuerrichtung des Hotels interessiert sei.

Eigentümer Stefan Geiger bestätigte, dass es in Absprache mit der Sparkasse einen Vertrag zwischen ihm und dem Investor gebe. Geiger selbst glaubt daran, dass die Investoren die richtigen seien. Die hatten sich dann am Dienstag auch noch im Bischofswieser Rathaus eingefunden und die Hintergründe für den monatelangen Stillstand erklärt. »Es liefen im Umfeld des Hotels Verhandlungen mit Nachbarn und dem Straßenbauamt wegen möglicher Zufahrten und anderer Abstimmungen«, sagte Altkofer.

Der Rathauschef bemängelte aber, dass der Informationsfluss zur Gemeinde gefehlt habe. Künftig, das hätten die Investoren versichert, wolle man in enger Abstimmung mit der Gemeinde weitermachen. Die Investoren jedenfalls seien zuversichtlich, dass die Pläne gedeihen. Anfang nächsten Jahres wolle man einen konkreten Plan vorstellen.

»Es ist der allgemeine Wunsch, dass auf dem Geiger-Grundstück etwas passieren soll«, fasste Bürgermeister Toni Altkofer zusammen. Wenn alles wie geplant über die Bühne gehe, dann bekomme die Gemeinde ein Nischenhotel von höchstem Standard, sagte der Bürgermeister. Um das Projekt nicht zu gefährden, sollten im Gemeinderat die Diskussionsbeiträge zurückhaltend sein. Darauf bat der Rathauschef bei der Aussprache im Gremium zu achten.

Das tat dann er einzige Redner Hans Metzenleitner (SPD) auch und sprach von einem Projekt, das »über Bischofswiesen hinaus von enormer Bedeutung« sei. Der Gemeinderat habe einen langen Atem bewiesen und immer klar gemacht, dass auf diesem Grundstück nur eine touristische Nutzung infrage komme. Das werde sich nun hoffentlich auszahlen. Ulli Kastner