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Gegen »wildes« Plakatieren

Übersee. Wer künftig auf Überseer Gemeindegebiet ohne Genehmigung Plakate anbringt oder Werbeanlagen aufstellt, wird bestraft. Die rechtliche Grundlage dazu hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit dem Erlass einer Verordnung geschaffen.

Vielen Bürgern war das »wilde« Plakatieren seit langem ein Dorn im Auge. »Die Werbung für Veranstaltungen, Geschäfte und Aktionen, oftmals von Auswärtigen vorgenommen, hat ständig zugenommen und ist in der letzten Zeit regelrecht ausgeufert«, meinte auch Bürgermeister Marc Nitschke in der Sitzung.

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Um das Problem in geordnete Bahnen zu lenken, hat er dem Gremium den Erlass einer Plakatierungsverordnung vorgeschlagen. Das wurde von einigen Gemeinderäten ausdrücklich begrüßt und dann auch einstimmig beschlossen.

Wer danach künftig Plakate oder Anschläge anbringen oder Plakatträger aufstellen will, hat dies acht Tage zuvor bei der Gemeinde Übersee zu beantragen. Die kann möglicherweise die Erlaubnis verweigern oder auch mit Auflagen verbinden.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Plakate oder Anschläge, die in Schaukästen, an Verkaufsstellen, in gewerblichen Räumen, an Schaufenstern oder Ladentüren angebracht sind sowie Anschläge der Gemeinde Übersee, von politischen Parteien, Wählergruppen und Bürgerinitiativen.

Wer in Zukunft vorsätzlich oder fahrlässig gegen diese Verordnung verstößt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro rechnen. Die Verordnung gilt ab sofort für die nächsten 20 Jahre. Über die übrigen Punkte der Sitzung berichten wir noch. bvd