weather-image
-2°

Gaststätte in Ruhpolding kann mit Nebengebäude erweitert werden

4.2
4.2
Ruhpolding - Häusler
Bildtext einblenden
Auf diesem Grundstück neben dem »Häusler-Anwesen« soll ein Nebengebäude mit Gastraum entstehen. Der Bauausschuss gab grünes Licht. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding – Mit dem Bauantrag zur Errichtung eines Nebengebäudes für einen ausgelagerten Gastraum und dem Antrag auf Vorbescheid zum Neubau von zwei kleinen Ferienhäusern befasste sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Beide Tagesordnungspunkte bekamen das gemeindliche Einvernehmen.


Der Besitzer der Gastwirtschaft »Beim Häusler« möchte ein Nebengebäude bauen samt ausgelagerten Gastraum für etwa 40 Personen. Der Bauherr möchte damit neben der Wirtschaft ein Gebäude für Geburtstags- oder Weihnachtsfeiern sowie sonstige größere Veranstaltungen errichten, denn die vorhandenen Gasträume seien zu klein. »Bei dem Gasthof handelt es sich um einen Familienbetrieb, der vor allem im Winter aus wirtschaftlichen Gründen auf diese Veranstaltungen angewiesen ist«, sagte Bauamtsleiter Hans Hechenbichler.

Anzeige

Dazu seien laut Bürgermeister Claus Pichler schon frühzeitig mit den Genehmigungsbehörden Gespräche geführt worden, so fand zum Beispiel ein Termin mit Kreisbaumeister Rupert Seeholzer statt. Außerdem sei die Untere Naturschutzbehörde vor Ort gewesen. »Im Vergleich zum ersten Planungsvorschlag wurde nun das geplante Gebäude weiter nach Norden gerückt und in der Breite reduziert, um die Sichtbeziehung auf das stattliche und ortsbildprägende Häusler-Anwesen von der Straße her weiterhin zu gewährleisten«, führte der Bauamtsleiter weiter aus. »Aufgrund der Nähe zur denkmalgeschützten Kapelle wurde eine denkmalgerechte Gestaltung beachtet. Somit werden öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und das Vorhaben ist außenbereichsverträglich«. Außerdem handle es sich bei dem Nebengebäude um eine bauliche Erweiterung, welche im Verhältnis zur Wirtschaft angemessen sei. Damit nahm der Bauausschuss die Eingabepläne zur Kenntnis und erteilte das gemeindliche Einvernehmen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Antrag auf Vorbescheid eines Bauherrn zum Neubau von zwei kleinen Ferienhäusern im Ortsteil »Am Zellerberg« behandelt. Nach Aussage von Hechenbichler liege das Grundstück gemäß Entscheidung des Verfassungsgerichts wegen eines Streitfalles im Geltungsbereich des für unwirksam erklärten Bebauungsplans. »Bauanträge, die gegen die Festsetzungen des Bebauungsplans verstoßen würden, sollten vorsorglich mit dem Hinweis auf die inzident festgelegte Unwirksamkeit überprüft werden«, zitierte der Bauamtsleiter den Hinweis einer Rechtsanwältin.

Der Bauwerber möchte nun sein Angebot erweitern und zwei hochwertige, kleine und kompakte Ferienwohnhäuser errichten. Ein Chalet befinde sich außerhalb der festgesetzten Baugrenze. Es soll laut Antrag um rund einen Meter in das Gelände abgesenkt werden, damit es nicht so hoch wirkt. Das Untergeschoß soll eine Terrasse bekommen, die mittels einer kleineren, versetzten Stützmauer umfasst werden soll. Das zweite Chalet sei direkt auf der Garage geplant. Die erforderlichen Abstandsflächen würden nach Absprache mit dem Nachbarn von ihm übernommen werden. Auch die Stellplätze könnten auf dem Grundstück nachgewiesen werden.

Die Erweiterung der Bebauung zur touristischen Nutzung werde ausdrücklich begrüßt, war die einhellige Meinung bei den Gremiumsmitgliedern. Sie waren aber der Meinung, dass die Ortsgestaltungssatzung, vor allem was die Dachneigung und die Außengestaltung betrifft, einzuhalten sei. Der Bauausschuss nahm schließlich die Pläne zur Kenntnis und erteilte dem Antrag auf Vorbescheid das gemeindliche Einvernehmen unter der Voraussetzung, dass die Festsetzungen der Ortsgestaltungssatzung in Abstimmung mit der Gemeinde eingehalten werden. hab