weather-image
17°

Gabriel weist Bericht über K-Fragen-Entscheidung zurück

0.0
0.0
Ein Jahr vor der Wahl
Bildtext einblenden
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Peer Steinbrück (v.l), der SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel und der SPD-Fraktionsvorsitzender Frank-Walter Steinmeier. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv Foto: dpa

Berlin (dpa) - SPD-Chef Sigmar Gabriel hat einen «Spiegel»-Bericht zurückgewiesen, wonach die Parteispitze früher als bislang geplant über die Kanzlerkandidatur entscheiden will. Auch gebe es noch keine Vor-Festlegung auf einen Kandidaten, sagte Gabriel am Sonntagabend im ARD-«Bericht aus Berlin».


Der «Spiegel» melde alle vier Wochen einen anderen Namen, «irgendwie wird's langsam eher langweilig», sagte er. Seine Partei wolle erst die Programmatik klären. Der SPD-Kanzlerkandidat solle zwischen Jahresende und kurz nach der Niedersachsen-Wahl benannt werden. Diese findet im Januar statt.

Anzeige

Gabriel bestätigte eine Änderung seiner Position in der parteiinternen Rentendebatte: Wer 45 Versicherungsjahre vorweisen könne, solle künftig abschlagsfrei in Rente gehen können - auch vor Erreichen des 65. Lebensjahres. «Es geht darum, die gerecht zu behandeln, die ganz lange schon arbeiten», erklärte Gabriel. Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, Gabriel wolle bei 45 Versicherungsjahren eine abschlagsfreie Rente ab dem 65. Geburtstag erlauben.

Zu Amtsmissbrauchs-Vorwürfen gegen den möglichen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück sagte Gabriel, er könne nicht erkennen, dass Steinbrücks Fall mit dem des früheren Bundeswirtschaftsministers Jürgen Möllemann (FDP) vergleichbar sei. Möllemann war 1993 wegen einer privaten Werbe-Affäre als Minister zurückgetreten. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass Steinbrück als Bundesfinanzminister Mitte des vergangenen Jahrzehnts Post und Telekom um Sponsorengelder für ein Schachturnier gebeten hatte.