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Fünf neue Baugrundstücke bei 60 Interessenten? – neue Flächen in Sicht

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Acht Häuser mit jeweils vier Wohnungen standen bislang am Struber Burgergraben. Dort sollen bis spätestens 2022 rund 70 neue Wohnungen entstehen. (Foto: Kastner)

Bischofswiesen – Den Druck von bauwilligen Einheimischen spüren aktuell alle Gemeinden im südlichen Berchtesgadener Land, ganz besonders aber die Gemeinde Bischofswiesen. Fünf Baugrundstücke vergibt die Gemeinde in Kürze im Rahmen eines Einheimischenmodells auf dem Meislfeld.


Bei derzeit 60 bekannten Interessenten nicht gerade viel. Doch die Gemeinde hat noch das eine oder andere As im Ärmel, wie Bürgermeister Thomas Weber verspricht. »Wir betreiben aktuell Bodenbevorratung für mögliche künftige Baulandprojekte«, sagt der Rathauschef.

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»Der Druck ist schon enorm«, so Weber. Da wird auch die Vergabe der fünf Baugrundstücke auf dem Meislfeld nach dem Einheimischenmodell nicht viel bringen. Immerhin werden sich ein paar einheimische Familien über die Möglichkeit, ein Eigenheim zu bauen, freuen. »Aber wir unternehmen natürlich weitere Anstrengungen, um noch mehr günstiges Bauland anbieten zu können«, betont der Rathauschef, »wir betreiben quasi aktuell Bodenbevorratung«. So kaufte die Gemeinde beispielsweise den früheren sogenannten »Sahara«-Fußballplatz inmitten der Siedlung Winkl. Aktuell sind hier noch keine Baumaßnahmen geplant, doch die Gemeinde will sich alle Möglichkeiten offen halten.

Schnell könnte es dagegen auf einer anderen gemeindlichen Fläche gehen, auf der der Gemeinderat zahlreiche Wohneinheiten in Form von Doppelhäusern, Mehrfamilienhäusern oder Reihenhäusern schaffen will. Den Ort will Bürgermeister Weber noch nicht nennen, weil der Kaufvertrag noch nicht unterschrieben ist. »Doch wir sind knapp davor«, versichert der Gemeindechef. Wenn das Projekt in trockenen Tüchern ist, könnten dort schon in zirka zwei Jahren die ersten Gebäude nach dem Einheimischenmodell entstehen.

Auch mit anderen Grundstückseigentümern steht die Gemeinde nach Angaben des Bürgermeisters in Verhandlung. Hier könnte sich in den nächsten Jahren noch das eine oder andere Projekt ergeben. »Der Grund und Boden stellt ja auch ein Vermögen dar. Wenn es uns tatsächlich mal schlecht geht, könnten wir ja immer noch verkaufen«, sagt Thomas Weber.

»Im Gemeinderat sind wir auch geschlossen der Meinung, dass wir das Wohnungsthema angehen wollen«, betont Weber. Am Struber Burgergraben sollen zirka 70 Wohnungen entstehen, davon 16 Eigentumswohnungen, der Rest Mietwohnungen. Der Bau wird über die Bischofswieser Wohnbau GmbH abgewickelt, deren Gesellschafter die Gemeinde Bischofswiesen ist. »Betrieb und Belegung macht dann das Wohnbauwerk. Das hat bereits eine lange Warteliste«, erläutert Thomas Weber und freut sich: »Das wird schon wieder etwas Druck aus dem Kessel nehmen.« Ulli Kastner