Fünf Haftbefehle an einem Tag vollstreckt – Bundespolizei bringt Straftäter ins Gefängnis

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Foto: Bundespolizei Freilassing

Freilassing - Die Bundespolizei hat bei den Grenzkontrollen am Sonntag, 11. April, vier mit Haftbefehlen gesuchte Personen an der Kontrollstelle Schwarzbach sowie am Bahnhof Freilassing festgenommen. Drei von ihnen konnten ihre Geldstrafen begleichen. Für einen Ungarn endete die Reise allerdings im Gefängnis.


Am Sonntagvormittag stoppten Beamte der Bundespolizei an der Grenzkontrollstelle Schwarzbach einen Reisebus mit serbischer Zulassung. Bei der Überprüfung der Insassen stellten die Fahnder fest, dass ein 45-jähriger Serbe per Haftbefehl ausgeschrieben war. Die Staatsanwaltschaft München suchte nach dem Mann wegen Fahrens ohne Führerschein. Erst nach Zahlung der Geldstrafe in Höhe von 1100 Euro durfte der Mann weiterreisen.

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Für einen 33-jährigen Ungar, den die Bundespolizisten am Freilassinger Bahnhof überprüften, endete die Zugfahrt hinter Gittern. Der Abgleich seiner Personalien im Fahndungssystem ergab gleich zwei Haftbefehle. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis suchte die Staatsanwaltschaft Weiden nach dem 33-Jährigen. Die Geldstrafe in Höhe von 1200 Euro konnte der Verurteilte nicht begleichen. Zudem lag ein Sicherungshaftbefehl des Amtsgerichts Heilbronn wegen Trunkenheit im Verkehr gegen den Ungarn vor. Nach einer Vorführung beim Richter lieferten die Bundespolizisten den Mann in eine Justizvollzugsanstalt ein.

Etwa eine Stunde später ging den Fahndern der nächste Haftbefehl in Schwarzbach ins Netz. Der ebenfalls wegen Trunkenheit im Verkehr gesuchte Rumäne konnte durch Zahlung einer Geldstrafe einem anderenfalls drohenden 70-tägigen Aufenthalt im Gefängnis entgehen. Der Führerschein wurde anschließend durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein sichergestellt. Das Landratsamt Altötting hatte diesen zur Entziehung ausgeschrieben. 

Mehr Glück hatte ein 22-jähriger Bosnier, den die Beamten als Insassen eines Reisebusses an der A8 kontrollierten. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis suchte die Staatsanwaltschaft München nach ihm. Ein Bekannter bezahlte für den Mann die fälligen 850 Euro, sodass der 22-Jährige die Dienststelle einige Stunden später wieder auf freiem Fuß verlassen konnte.

fb/red


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