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Freiwillige Feuerwehr Hochberg war zwölfmal im Einsatz

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Ehrungen für 25 und 40 Jahre aktive Dienstzeit und Vereinszugehörigkeit gab es bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hochberg. Unser Foto zeigt (von links) den Vereinsvorsitzenden Martin Steininger, die Jubilare Alfred Prosser und Franz-Xaver Geisreiter, Oberbürgermeister Christian Kegel und Kommandant Thomas Hasenöhrl. (Foto: Buthke)

Traunstein – Von zwölf Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Hochberg im vergangenen Jahr berichtete zweiter Kommandant Franz-Xaver Geisreiter bei der Jahreshauptversammlung im Alpengasthof Hochberg. Oberbürgermeister Christian Kegel teilte mit, dass voraussichtlich im Herbst mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Höfen begonnen werden kann. Der Feuerwehrverein fasste den Beschluss, künftig ein eingetragener Verein zu sein. Auf den dafür notwendigen Posten der Schriftführerin wurde Claudia Hasselberger gewählt.


Laut Geisreiter unterteilten sich die Einsätze in sechs technische Hilfeleistungen, einen abgebrochenen ABC-Alarm, zwei Sicherheitswachen und drei sonstige Tätigkeiten. Dabei wurden 322 Einsatzstunden geleistet. Abgehalten wurden 20  Übungen, bei denen es um die Wasserversorgung, technische Hilfeleistung, den Umgang mit der Motorsäge und dem Funkgerät ging. Ferner wurde eine Gemeinschaftsübung mit den anderen Traunsteiner Wehren in Holzleiten durchgeführt. Die Ausbildung umfasste Funk-, Maschinisten- und Truppführerlehrgänge, die modulare Truppmannausbildung, die Atemschutzgrundausbildung sowie die Große Sanitätsausbildung.

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Heuer wolle die Hochberger Feuerwehr 24 Übungen durchführen, sagte Kommandant Thomas Hasenöhrl. Daneben sind eine Funkausbildung, eine Atemschutzunterweisung, ein Gruppenführerlehrgang und ein Erste-Hilfe-Kurs geplant. Mit einer Vorführung beteiligt sich die Wehr im Mai am Tag der offenen Tür im Traunsteiner Feuerwehrhaus. Sie übernimmt wieder die Verkehrsregelung beim Traunsteiner Georgiritt und im November in Sparz.

Mit Blick auf das Schneechaos im Januar machte Hasenöhrl deutlich, dass es der Feuerwehr erst nach Ausrufung des Katastrophenfalls erlaubt gewesen sei, Dächer von Privatleuten abzuräumen. Davor seien diese selbst dafür verantwortlich gewesen. Über das Hilfskontingent aus dem Landkreis Freising sei man sehr froh gewesen, da die Lage sehr brisant gewesen sei.

Die Beschaffung des neuen Feuerwehreinsatzfahrzeugs sei bis zur Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses hinten angestellt. Um den Bau stehe es nicht schlecht. Der Vertrag über den Grunderwerb sei abgeschlossen, die Planung aufgenommen und die Baugenehmigung erteilt worden.

Kreisbrandinspektor Martin Schupfner drückte seinen Respekt darüber aus, was die Helfer während der Schneekatastrophe geleistet hätten. Dabei habe man erkannt, wie wichtig jede Feuerwehr und jede Einsatzkraft sei, gerade in Zeiten, in denen das ehrenamtliche Engagement immer weniger werde. Die Hochberger Feuerwehr habe zwölf Leuten in Not geholfen, deshalb habe auch sie ihre Daseinsberechtigung. Nicht ohne Grund baue die Stadt Traunstein den Standort neu und beschaffe ein neues Feuerwehrfahrzeug.

Für 25 Jahre aktiver Dienstzeit verlieh Schupfner dem zweiten Kommandanten Geisreiter das Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde Alfred Prosser bereits vom Kreisfeuerwehrverband mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold geehrt. Für 25 bzw. 40 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein ehrte sie der Vorsitzende Martin Steininger mit einem Bierkrug.

In seinem Jahresrückblick berichtete Steininger von der Teilnahme an den Feuerwehrfesten in Kammer und in Vogling, am Florianitag in Haslach, am Frühlingsfesteinzug, am Jahrtag des Trachtenvereins Hochberg und an der Fahrzeugweihe in Traunstein. Die Kameradschaft wurde beim Blaulichtfest auf dem Hochberg gepflegt. Beim Traunsteiner Georgiritt übernahm die Feuerwehr die Parkplatzeinweisung und Verkehrssicherung. Der Vorsitzende freute sich darüber, dass das Ärmelabzeichen vom Traunsteiner auf das Hochberger Wappen umgestellt worden sei. Das gemeinsame Symbol stärke die Gemeinschaft, so Steininger.

In seinem Ausblick auf 2019 erwähnte er neben den wiederkehrenden Terminen wie Georgiritt, Florianitag, Frühlingsfesteinzug auch den Tag der offenen Tür der Feuerwehr Traunstein, das 100. Jubiläum des Trachtenvereins Hochberg, das 125. Jubiläum des Trachtenvereins Heutau, das Kinder- und Sommerfest zusammen mit dem Trachtenverein Hochberg sowie die Jahresabschlussfeier mit Blaulichtfest auf dem Hochberg. Geplant ist ebenfalls ein Vereinsausflug.

Zusammen mit dem Trachtenverein sei die Feuerwehr Hochberg für die Identität des Ortsteils Hochberg verantwortlich, stellte Oberbürgermeister Kegel fest. Bei den Übungen habe sich gezeigt, dass ein neuer Löschwasserteich im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses notwendig sei, weil man das Wasser von der Traun nicht auf den Hochberg bringe.

Wie kein anderer Ortsteil sei der Hochberg von der Schneekatastrophe betroffen gewesen. Alleine hätte man sie nicht bewältigt. Der Einsatz und die Leistung aller verdiene höchsten Respekt. Durch diesen Einsatz seien die Menschen näher zusammengerückt.

Er freue sich für die Hochberger Feuerwehr, dass man beim Feuerwehrhaus endlich zum Bauen komme. Das neue Feuerwehrfahrzeug solle so ausgeschrieben werden, dass es da sei, wenn das Feuerwehrhaus 2020 fertig sei. Bjr