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Franziskus lebt seit 55 Jahren mit verminderter Lungenkapazität

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Rom/Buenos Aires (dpa) - Der neue Papst Franziskus verspürt durch eine teilweise Entfernung des rechten Lungenflügels in der Jugend laut Vatikan keine gesundheitlichen Einschränkungen.


»Ich kenne ihn seit 30 bis 40 Jahren und habe ihn immer bei bester Gesundheit erlebt«, sagte Papst-Sprecher Federico Lombardi am Donnerstag in Rom. Der Eingriff sei »kein Handicap für sein Leben und für seine Aktivitäten«. Im Alter von 21 Jahren musste der heute 76-jährige Franziskus nach einer schweren Lungenentzündung operiert werden.

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Bis heute spricht der Argentinier betont leise und langsam. Auch bewegt er sich gemächlich und wirkt auf manchen Beobachter gebrechlich. Als Jorge Mario Bergoglio 21 Jahre alt war, wurden in seiner Lunge drei Zysten entdeckt, die herausoperiert wurden.

Während der Lungenerkrankung habe er drei Tage zwischen Leben und Tod geschwebt, heißt es in der Bergoglio-Biographie »El Jesuita« (Der Jesuit) der Journalisten Francesca Ambrogetti und Sergio Rubin. Damals habe eine Nonne zu Bergoglio gesagt, er leide und ertrage die Schmerzen wie Jesus. Das habe ihn getröstet und für sein Leben gezeichnet, erklärte Bergoglio den Buchautoren. Noch im selben Jahr sei er in das Priesterseminar eingetreten.

Der Papst spreche nicht gerne über seine Gesundheit, sagte die Biografin Ambrogetti der Zeitung »La Nación«. Neben der Atembeschränkung ist über Bergoglios Gesundheit nur ein schmerzhaftes Ischiasleiden bekannt, das ihn 2007 von dem von Benedikt XVI. einberufenen Konsistorium fernhielt.

Bericht »La Nación«

Radio-Interview mit Biografin

Bericht über »El Jesuita«