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Franz Wallner neuer Sing-Sang-Ehrenpräsident

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Sing-Sang-Vorsitzende Rita Kapferer mit dem neu gewählten zweiten Vorsitzenden Hannes Hartl (rechts) und dem neuen Ehrenpräsidenten Franz Wallner.

Teisendorf – Mit einem neuen Ehrenpräsidenten – Franz Wallner – und Hannes Hartl als neuem zweiten Vorsitzenden startet die Faschingsgesellschaft Sing-Sang Teisendorf in eine diesmal sehr kurze närrische Saison. Der Faschingssonntag, Termin des beliebten Teisendorfer Faschingszugs, ist schon am 23. Februar. Der neue Sing-Sang-Wagen und die Verkleidung der Faschingsgesellschaft stehen diesmal unter dem Motto »Teisano wuid wuid West«.


Bei den Neuwahlen unter Leitung von Bürgermeister Thomas Gasser wurde als Vorsitzende die Krankenschwester und langjährige Gardetrainerin Rita Kapferer (58) im Amt bestätigt, das sie seit 2013 inne hat, ebenso wie Christian Willberger als Kassier und Nadja Weigel als Schriftführerin.

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Als zweiter Vorsitzender löste Hannes Hartl Peter Heindel ab, der sich nicht mehr zur Wahl stellte. Der 48-Jährige arbeitet im Kundendienst für eine Heizungs- und Installateur-Firma und ist das neunte Jahr im Elferrat. »Das ist ein lustiger Verein, eine Gruppe, die zusammenhält, das macht einfach Spaß«, verriet er über die Motivation zu seiner Kandidatur. »Man tut was miteinander für die Gemeinde, die Leute haben was davon, das macht einen auch stolz. Wichtig ist mir, dass es beim Zug keine Gewalt gibt, dass es lustig, familien- und kindgerecht zugeht.« Zu der Gruppe stieß er durch seine Tochter Isabell (13), die im Alter von drei bis fünf Jahren in der Kindergarde tanzte.

Völlig überrascht war Franz Wallner über die Ernennung zum Ehrenpräsidenten. Er hatte den Sing-Sang-Verein von 2008 bis 2013 geleitet und war vorher ab 2005 Vizepräsident gewesen. »Das ist wirklich eine Ehre. Mir ist das Herz aufgegangen«, sagte er in einer bewegten Dankesrede. Er beglückwünschte den Verein, dass er seiner Linie beim Faschingszug, der auf viel Musik und fantasievolle Fußgruppen setzt und nur auf Bewerbung dosiert am Zugende einige Wagen zulässt, treu geblieben ist. »Ich habe noch nie so viele glückliche Faschingsgeher gesehen wie heuer«, betonte er. Zufällig habe er den Altpräsidenten der Faschingsgesellschaft aus Triftern (Landkreis Rottal-Inn) getroffen, der extra gekommen sei, weil hier der schönste Faschingszug in ganz Bayern sein soll. Wallner schlug vor, nach dem Trifterner Vorbild auch frühere Faschings-Aktive wieder einzubeziehen, etwa in einem »Seniorenrat«, und mit Triftern einen Faschingskontakt aufzubauen.

Waller versprach, sich 2021 beim 140-jährigen Bestehen des Teisendorfer Faschings einzubringen, wenn es seine Gesundheit zulässt, und nach Helfern Ausschau zu halten, die den Elferrat unterstützen. Er regte für dieses Fest auch eine Faschingszeitung an.

Rita Kapferer und Nadja Weigel sowie Manuel Coordes, der mit seiner Schwester Marina seit Juni im zweiten Jahr die Garde trainiert, blickten auf eine ereignisreiche Saison zurück. Die Kindergarde hatte im klassischen Gardekleid 15 Auftritte und war bei drei Faschingszügen dabei. Die Garde mit vier Tänzern und sechs Tänzerinnen trat zehnmal auf und präsentierte sich in vier Zügen. Viel Lob gab es für das Prinzenpaar Stella I. und Florian I., das jeweils zwei Stunden mit der Garde und danach noch eine Stunde als Paar trainiert hatte und die Faschingsgesellschaft charmant repräsentierte. Besonders schöne Auftritte waren laut Kapferer beim Hofball in Trostberg, beim Krönungsball im Poststall, beim »Ball wie anno dazumal« in der Alten Post und bei der Komitee-Sitzung in Laufen. In der aktuellen Saison präsentiert sich die 13-köpfige Garde als Cowgirls und Cowboys und die Kindergarde vorwiegend in Indianer-Kluft.

Der optimale neue Platz für die Zug-Anmeldung sei der Vorraum der neuen Turnhalle, betonte Kapferer; auch das Rathaus als Hauptquartier für Kassiere, Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz liege perfekt mitten im Ort, lobte sie das Engagement der Gemeinde. Am 4. Februar sei vor der Gemeinderatssitzung die Urkunde von 1881 über die Gründung des Teisendorfer Faschings übergeben worden. Die Vorsitzende dankte Ludwig Mayer für das »Übersetzen« des historischen Dokuments in neue, lesbare Schrift.

Eine gute Nachricht hatte Kapferer auch für den Elferrat, der neu ein neues, riesiges »Sing-Sang-Zimmer« in der Alten Post erhalte. Der Wirt habe sich bereit erklärt, das Material zu stellen.

»Ich sehe den Faschingszug auch als Traditionsveranstaltung«, betonte Bürgermeister Gasser. Er sei froh, diese »Riesenveranstaltung« des Marktes an den Sing-Sang-Verein als Ausrichter delegieren zu können und lobte den Verein für die gute Organisation und die klare Linie. Auch bei der Polizei habe die Faschingsgesellschaft »einen Stein im Brett«. vm

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