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Forschen in der Schwerelosigkeit

Alexander Gerst
In wenigen Wochen startet Alexander Gerst ins Weltall. Dort wird er mehrere Monate leben. Foto: Oliver Berg/dpa Foto: dpa

Für Astronaut Alexander Gerst ist es bald soweit: Am 6. Juni wird er mit einer Rakete in den Weltraum gebracht. Dort wird er 187 Tage leben - auf der Internationalen Raumstation ISS. Sie kreist in 400 Kilometer Höhe um unseren Planeten Erde. Wenn es dunkel ist und der Himmel wolkenlos, kannst du sie manchmal von der Erde aus sehen.


Für Alexander Gerst ist es schon der zweite Besuch auf der ISS. Dort wird er einiges zu tun haben. Er wird zum Beispiel viele Experimente durchführen. Von einigen berichtete er am Dienstag Reportern in der Stadt Köln.

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Die Experimente im Weltall seien besonders, betonte er. «Wir haben nur ein Labor da oben.» Dort könne man Experimente durchführen, die man auf der Erde nicht machen könnte. Im Weltall forschen die Astronauten in der Schwerelosigkeit.

In einem ISS-Experiment zum Beispiel geht es um Schäume. Auf der Erde steigen die Luftblasen auf, kommen miteinander in Kontakt und platzen. Die Schwerelosigkeit ändert das. Dort bleiben die Luftblasen, wo sie entstanden sind und platzen nicht. Diese Schäume im Weltall wollen die Astronauten untersuchen. Sie hoffen, dass so später damit nützliche Technik auf der Erde entwickelt werden kann.

Die Raumfahrer wollen auch einige Geräte außerhalb des Labors anbringen. Sie sollen beobachten, was bei Gewittern in höheren Bereichen der Erdatmosphäre passiert. Das ist die Schutzschicht der Erde. So will man auch herausfinden, welchen Einfluss das auf sie und das Klima hat.

Das sind aber nur zwei Beispiele für viele Experimente. Am Dienstag versprach Alexander Gerst: Er werde auf der ISS eine Menge Videos und Bilder machen. Auch von den Versuchen. Die will er dann zur Erde senden, damit die Menschen hier sehen, was auf der ISS passiert.