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Die beiden Sennleute Valea Kreijkamp und Hannes Ganslmaier kommen aus Dachau und verbrachten gemeinsam den zweiten Almsommer am Hasenkaser auf der Kallbrunnalm. (Fotos: Bernhard Stanggassinger)

»Foama hoam« - Erster Almabtrieb von der Kallbrunnalm

Ramsau – Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, dann heißt es für das Vieh bald Abschied nehmen von der Alm. Den ersten Almabtrieb von der Kallbrunnalm in der Ramsau zum Hasenlehen machte am Samstag Bauer Andreas Zörner.


Da der Sommer ohne Unglück für das Vieh und ohne Todesfall in der Bergbauernfamilie vorübergegangen ist, waren die Almkühe wunderschön »aufkranzt«. Handgefertigte Fuikln – in mühevoller Handarbeit gefertigt – schmückten die Kühe.

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Der weite Weg führte die beiden Sennleute und Bauer Andreas Zörner durch das Klausbachtal.

Der weite Weg führte über den Hirschbichl, vorbei am Hintersee, die Grasslergasse wieder hinauf Richtung Hochalpenstraße und dann die letzten Meter hinunter zum Hasenlehen. Weisenbläser der Musikkapelle Ramsau standen beim Gasthaus »Auzinger« und beim Klausbachhaus und verschönerten die Ankunft der Tiere. Ab und zu gab es von Freunden am Wegesrand für die Treiber ein Schnapserl.

Sennleute am Hasenkaser auf der Kallbrunnalm waren in diesem Jahr Hannes Ganslmaier und Valea Kreijkamp. Der Hannes war bereits das fünfte Jahr dort Senn und seine Freundin Valea den zweiten Almsommer. Die beiden kommen aus Dachau. Ihre Eltern warteten vor dem Klausbachhaus und es gab ein herzliches Wiedersehen.

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Prächtig geschmückt mit Fuikln und Glocken waren die Kühe beim Abtrieb.

Wer Lust bekommen hat, ein solches festliches Ereignis aus der Nähe zu sehen, bekommt die Möglichkeit am kommenden Samstag, 10. September. Da werden weitere Ramsauer Almbauern ihr Vieh von der Kallbrunnalm ins Tal treiben. Es lohnt sich, um die Mittagszeit auf der Hirschbichlstraße zu warten.

Bernhard Stanggassinger