weather-image
27°
Porträt einer Armutsschicht

«Florida Project»: Armut am Rand von Disneyworld

Nicht weit von ihrem Zuhause befindet sich der Freizeitpark Disneyworld. Von dieser Welt unterscheidet sich der Alltag der jungen Mutter Halley sehr. Mit ihrer Tochter wohnt sie in einem Motel, dessen Manager mehr tut, als nur das Gebäude zu pflegen.

"The Florida Project"
Motelmanager Bobby (Willem Dafoe) in einer Szene des Films "The Florida Project". Foto: Prokino Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die sechsjährige Moonee und ihre junge Mutter Halley wohnen in dem grell lila angemalten «Magic Castle», ein Motel im sonnigen Florida, ganz in der Nähe des Freizeitparks Disneyworld. Doch ihr Alltag ist von der Glitzerwelt des «magischen Königreiches» meilenweit entfernt.

Anzeige

Sie gehören Amerikas Unterschicht an. Der amerikanische Regisseur Sean Baker hatte nur ein kleines Budget, die meisten seiner Darsteller sind Laien. Willem Dafoe aber spielt den Hausmeister und Motel-Manager Bobby, der mit endloser Geduld das vergammelte Gebäude in Schuss hält und sich mit väterlicher Fürsorge um die Bewohner kümmert. Baker gelingt ein anrührendes und zugleich erschütterndes Porträt einer vergessenen Randgruppe.

The Florida Project, USA 2017, 111 Min., FSK ab 12, von Sean Baker, mit Willem Dafoe, Brooklynn Prince, Bria Vinaite, http://the-florida-project.de