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Fliegerbombe am Rosenheimer Bahnhof entschärft – 500 Einsatzkräfte bis in die Nacht gefordert

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Polizeiabsperrung
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Foto: dpa/Paul Zinken

Rosenheim – Ein Bombenfund am Bahnhof hielt am Sonntag die Stadt Rosenheim in Atem. Für die Bergung mussten die Gebäude um den Fundort evakuiert werden, rund 2000 Bewohner waren betroffen. Kurz vor Mitternacht waren die Arbeiten zur Entschärfung und Beseitigung der US-amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg dann beendet.


Update, Montagmorgen:

Nachdem gegen 22 Uhr die Evakuierung der umligenden Gebäude abgeschlossen werden konnte, begann das Sprengkommando am späten Abend mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe. 75 Minuten nahmen die Arbeiten daraufhin in Anspruch.

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»Um 23.37 Uhr konnten Polizei und Feuerwehr Entwarnung geben, das evakuierte Gebiet wieder für die Anlieger freigeben und den Sperrkreis aufheben«, zeigte sich der FüGK-Leiter, Stadtbrandrat Hans Meyrl mit dem Verlauf der eigentlichen Entschärfungsarbeiten zufrieden.

»Der Sprengmeister hat unter schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet. Vor und nach der eigentlichen Entschärfung hat die Zusammenarbeit der insgesamt 490 beteiligten Einsatzkräfte einmal mehr hervorragend geklappt. Alle notwendigen Arbeiten liefen gewohnt souverän«, so Meyrl. Damit sei »die fünfte Entschärfung einer Bombe in Rosenheim seit 2014 insgesamt komplikationslos und einmal mehr in hervorragendem Zusammenwirken der Einsatzkräfte und der beteiligten Institutionen verlaufen.« Es mussten weder Personen- noch Sachschäden registriert werden.

Update, 19.45 Uhr:

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz hat mittlerweile den Evakuierungsbereich festgelegt. Insgesamt 1792 Bürger sind von der Maßnahme betroffen (siehe Karte weiter unten).

Geräumt werden müssen alle Gebäude zwischen der Kufsteiner Straße im Süden, ab der Mangfallbrücke stadteinwärts über die Einmündung der Kunstmühlstraße in die Enzensberger Straße im Westen bis hin zur Münchener Straße im Norden und der Kreuzung Gießerei-/Kufsteiner Straße im Nordosten. Mit der Evakuierung wurde gegen 19.30 Uhr begonnen.

Rund 100 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei und der Polizeiinspektion Rosenheim sind damit beauftragt, das Evakuierungsgebiet zu räumen. Das ist für die kommenden Stunden auch komplett für den Verkehr gesperrt. Selbiges gilt auch für den Zugverkehr von und zum Bahnhof Rosenheim.

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»Der Sprengmeister wird mit der Entschärfung der US-amerikanischen Bombe beginnen, sobald der Evakuierungsbereich freigeräumt ist. Deshalb appellieren wir an alle betroffenen Bürger, kooperativ zu sein und sich aus dem Evakuierungsbereich zu entfernen«, so FüGK-Leiter und Stadtbrandrat Hans Meyrl.

Das Notquartier in der Luitpoldhalle (Stemplinger Straße 3) wurde von Kräften des Bayerischen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes eingerichtet und steht bis zur Freigabe des Evakuierungsbereichs als Auffangquartier zur Verfügung.

Unter der Telefonnummer 08031/365-8365 steht eine Bürgerhotline für alle Fragen rund um den Bombenfund zur Verfügung.

Der Schienenfernverkehr ist inzwischen aufgrund der Witterungslage im Rosenheimer Raum komplett eingestellt worden. Der Nahverkehr in Richtung Rosenheim endet am Münchener Ostbahnhof. Aus Richtung Salzburg werden die Regionalzüge in Bad Endorf abgestellt. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Haltepunkt in Rosenheim ist am Busbahnhof Stadtmitte in der Stollstraße. Haltepunkt aus Richtung München ist in Ostermünchen, aus Richtung Kufstein in Raubling und auf der Holzkirchener Strecke in Kolbermoor.

Erstmeldung:

Die Fragmente der Bombe, die nach ersten Angaben der Stadt aus dem ZWeiten Weltkrieg stammt, wurden um 13.07 Uhr bei Sondierungsarbeiten für die Verlegung des Mühlbachs gefunden.

Bei dem Explosionskörper handelt es sich um eine 500 Kilo-Bombe. Sie liegt im Bereich des Gleises 13. Der Bereich um den Fundort wurde inzwischen abgesperrt; dies betrifft die Gleise 6 bis 13. Ein Sprengmeister wurde alarmiert.

Der Bahnverkehr sowie der Verkehr auf den anliegenden Straßen sind bis jetzt nicht vom Bombenfund beeinträchtigt. Allerdings wurde die Durchfahrtsgeschwindigkeit der Züge durch den Bahnhof reduziert.

Der Kampfmittelräumdienst ist am frühen Abend in Rosenheim eingetroffen und macht sich derzeit ein Bild von der Lage. »Voraussichtlich soll die Bombe noch heute entschärft werden. Dazu ist mit Evakuierungen in einem Radius von circa 500 Meter um den Fundort zu rechnen. Der genaue Evakuierungsbereich wird derzeit festgelegt«, so der Rosenheimer FüGK-Leiter und Stadtbrandrat Hans Meyrl.

Für die Anlieger innerhalb des Evakuierungsbereiches wird in der Luitpoldhalle in der Stemplinger Straße 3 ein Notquartier eingerichtet. Außerdem hat die Stadt Rosenheim für weitere Rückfragen eine Bürgerhotline aktiviert, das seit dem Nachmittag unter der Telefonnummer 08031/365-8365 erreichbar ist.