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Fleischskandal: Großhändler seit Monaten unter Verdacht

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Untersuchung
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Die Probe einer Fertig-Lasagne wird im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld von einer Laborantin vorbereitet. Foto: Roland/Archiv Foto: dpa

Amsterdam (dpa) – Der niederländische Großhändler Willy Selten, der für den Skandal um 50 000 Tonnen falsch deklariertes Fleisch verantwortlich sein soll, steht bereits seit Monaten unter Betrugsverdacht. Das bestätigte die niederländische Kontrollbehörde.


Die Lebensmittelkontrollbehörde hatte im Februar das Unternehmen im südniederländischen Oss durchsucht und in zwei Proben Pferdefleisch entdeckt. Der Unternehmer sprach von einem menschlichen Fehler. Im Mai 2012 war bei der Firma in einer Probe ein für den menschlichen Verzehr verbotenes Schmerzmittel entdeckt worden.

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Das niederländische Fernsehen berichtete am Donnerstag, schon im Dezember hätten Mitarbeiter der Kontrollbehörde gemeldet, dass Selten billiges Pferdefleisch mit Rind vermischte und als reines Rindfleisch verkaufte.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Großhändler seit Februar wegen des Verdachts auf Betrug, Urkundenfälschung und Geldwäsche. Sein Anwalt kündigte am Donnerstag gerichtliche Schritte gegen die Kontrollbehörde an. Selten selbst äußerte sich bisher nicht. Das Konkursverfahren gegen den Großhandel läuft.

Mitteilung der Behörde auf Niederländisch