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Die Freunde David Rose (l.) und Lorenz Wendlinger haben in der heimischen Küche mit Pflanzen- und Mikronährstoffen experimentiert. (Foto: Lisa Schuhegger)

Fit fühlen nach dem Feiern: Freilassinger Jungunternehmer kreieren Gesundheitsdrink »Recovertea«

Freilassing – Eine promillehaltige Silvesterparty und kein Kopfweh an Neujahr, das soll der Fitnessdrink des Freilassinger Start-ups »Recovertea« möglich machen. Die Freunde David Rose (23) und Lorenz Wendlinger (22) haben einen »Shot« kreiert, der dem Körper helfen soll, sich nach einer Partynacht zu regenerieren. Ein »Stamperl« enthält 60 Milliliter konzentrierten Tee – eine Mixtur aus natürlichen Pflanzenextrakten, Elektrolyten, Spurenelementen, Vitaminen und Cholin.


Der Chemiestudent David Rose und der Lebensmitteltechnologe Lorenz Wendlinger, der erst vor Kurzem seinen Abschluss gemacht hat, haben mehrere Monate in der elterlichen Küche an der Rezeptur des Gesundheitsdrinks gefeilt. Die Herausforderung: eine gesunde Mischung austüfteln, die schmeckt. »Manche aufbauenden Extrakte gehen einfach nicht«, erklärt der Lebensmitteltechnologe. Trotzdem aber sollte der Drink sie wegen ihrer Wirkung enthalten. »Gut, dass die ebenfalls beigemischten Früchte, die Aroniabeere und die Johannisbeere, sehr dominant hervortreten«, sagt er. Dank der Beeren schmecke das Getränk gut und entfalte gleichzeitig seine Wirkung.

Die Mischung enthält zudem die natürlichen Pflanzenextrakte Mariendistel, Weidenrinde, Grün- und Schwarztee, die Elektrolyte und Spurenelemente Magnesium, Kalium, Kalzium, Natrium, Eisen, Zink und Iod. Sie enthält Folsäure, die Vitamine B 1, B 2, B 5, B 6, B 7, B 12, C und E sowie Cholin.

David Rose beschreibt den konzentrierten Tee als einen »bunten Cocktail aus Superfoods«. Als »Superfoods« werden Früchte, Kräuter und Wurzeln bezeichnet, die einen besonders hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen oder Mineralstoffen aufweisen.

Dem Trend der Lebensmittelindustrie, die oft mit exotischen »Superfoods« wirbt, folgen die beiden Freilassinger nicht. »Wir setzen auf heimische Inhaltsstoffe«, hebt David Rose hervor. Die Freunde sind vom Fach und wissen, welch gesunde Alternativen zum importierten »Novelfood« in Deutschland wachsen.

Die heimische Aroniabeere, die auch als Apfelbeere bezeichnet wird, etwa liefert besonders viel Anthocyan, das zu den Polyphenolen gehört. Der Stoff gilt als Radikalfänger. »Ideal«, erklärt David Rose, weil nach Alkohol- und Tabakgenuss im Körper freie Radikale gebildet würden.

»Irgendwann haben wir die richtige Mischung im Fläschchen gehabt«, erinnert sich Lorenz Wendlinger an die Tüftelei in der Küche.

Freilich mussten sie diese gleich auf die Probe stellen. Eine Studentenparty stand an. Die beiden Sportler haben sich tatsächlich, nachdem sie vor der Feier 60 Milliliter des Gesundheitsdrinks und danach, vor dem Schlafengehen, noch einmal die gleiche Menge davon getrunken haben, am nächsten Tag fit gefühlt.

Sie haben im Fitnessstudio Gewichte stemmen, die Ausdauer trainieren und lernen können. »Unsere Freunde haben uns bewundert«, sagt David Rose. Er lächelt. »Wir wollten ihnen den Drink für mehr Vitalität nicht vorenthalten«, knüpft Lorenz Wendlinger an.

So haben die Freunde versucht, in die Massenproduktion zu gehen. Sie starteten eine Crowdfunding-Kampagne. Bei dieser alternativen Finanzierungsform werden innovative Geschäftsideen oder Produkte durch eine Vielzahl von Menschen unterstützt. Die Kampagne der Freilassinger Jungunternehmer war erfolgreich: Die Produktion läuft. Interessierte können im Onlineshop (www.recover-tea.com) bestellen.

Den Gesundheitsdrink haben die Freunde nicht nur für Partygänger entwickelt. »Auch wer im Sport mehr Leistung bringen möchte, unterstützt seinen Köper mit einem Fläschchen«, erklärt Lorenz Wendlinger. Der konzentrierte Tee eigne sich zudem als Ergänzung zu einer gesunden Ernährung.

Zurück zu den Partys: David Rose und Lorenz Wendlinger stellen klar, dass der Drink kein Freifahrtschein sei, sich zu betrinken. »Nach einem gescheiten Rausch fällt der Kater dank des Drinks zwar milder aus, die durchzechte Nacht liegt trotzdem in den Knochen«, erklärt David Rose.

Deshalb raten die beiden zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. »Einen strikten Verzicht predigen bringt nichts«, so die Meinung der Studenten. Alkohol sei nun einmal eine Gesellschaftsdroge, sagen die Jungunternehmer. Sie selbst wollen Alkohol in Maßen und gleichzeitig den Tag danach genießen. Der Gesundheitsdrink soll dabei helfen.

li