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Firmenchef Karl Leimer baut dort Europas modernste Paniermehlfabrik – Schaumaier wird sein Firmengelände ebenfalls erweitern

Firmen investieren im Gewerbegebiet an der Industriestraße

Traunstein – Die Erweiterung des Gewerbegebietes Nord an der Industriestraße wird in diesem Jahr einen entscheidenden Schritt vorangebracht. Die Firma Schaumaier will, sofern das Genehmigungsverfahren plangemäß verläuft, im Herbst mit ihrer Betriebserweiterung beginnen; die Firma Leimer begann dieser Tage mit den Bauarbeiten für das modernste Paniermehlwerk Europas.

Mehr als 6000 Quadratmeter groß wird die voll unterkellerte Produktionshalle, welche die Firma Leimer auf diesem Grundstück im Gewerbegebiet Nord errichtet. Installiert wird darin die modernste Paniermehlfabrik Europas, wie Firmenchef Karl Leimer berichtete.

Untergebracht werden die drei neuen Produktionslinien in einer gut 6000 Quadratmeter großen Halle, die voll unterkellert ist. Leimer investiert dafür einen zweistelligen Millionenbetrag. Da die Produktion weitgehend automatisiert ist, werden zu den derzeit rund 100 Arbeitsplätzen im Unternehmen nur etwa zehn dazukommen.

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Von einem Meilenstein in der Firmengeschichte spricht Firmenchef Karl Leimer. Er erinnerte daran, dass man im Oktober 2009 den ersten Antrag gestellt hatte, von der Stadt ein Grundstück für die Erweiterung zu bekommen. »Oberbürgermeister Manfred Kösterke hatte damals den Weitblick für die Entwicklung der Stadt«, lobte Leimer das frühere Stadtoberhaupt. Kösterke habe erkannt, dass die Betriebe Entwicklungsmöglichkeiten brauchen, um in Traunstein bleiben zu können.

Betriebsleiter Thomas Braun bezeichnete das Neubauprojekt als einen großen Schritt für die Firma Leimer und erinnerte daran, dass man 1974 als »kleine Bäckerei in Traunstein«, den Schritt zum Neubau im Industriegebiet gewagt habe. Etwa alle zehn Jahre habe man seither die Produktionsstätten erweitert und nun entstehe Halle fünf.

Wenn die Baufirma Swietelsky den Zeitplan einhält, werde im Oktober die Hülle dicht sein und über den Winter könne der Innenausbau erfolgen. Im März nächsten Jahres sollen die ersten Anlagen installiert werden und im September 2016 wolle man mit der Produktion beginnen. An Firmenchef Karl Leimer gewandt lobte Braun: »Unternehmer wie Sie gibt es nicht mehr viele.« Das verdeutlichte auch Architekt Wolfgang Lechner. Seit vier Jahrzehnten plant und betreut das Büro Lechner die Bauvorhaben der Firma Leimer. Er lobte die Auftraggeber, weil sie großen Wert auf das Erscheinungsbild der Gebäude und auf eine nachhaltige Bauweise legen. Die Abwärme der Backstraßen nutze man für die Gebäudeheizung und dank der massiven Bauweise erreiche man einen optimalen Schallschutz, was die Nachbarn zu schätzen wissen.

Noch nicht ganz so weit mit der Betriebserweiterung ist man beim Nachbarn, der Firma Schaumaier. Wie Geschäftsführer Claus Egger in einem Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt berichtete, werde die Detailplanung für die Erweiterung des Betriebsgeländes in voraussichtlich spätestens zwei Monaten abgeschlossen sein. Wenn das anschließende Genehmigungsverfahren reibungslos verläuft, könnte man bereits im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen. Auf dem 14 000 Quadratmeter großen Erweiterungsgelände soll unter anderem eine 2000 Quadratmeter große Fahrzeughalle entstehen. Außerdem sind großzügige Abstellflächen für Container geplant. Auf dem alten Firmengelände soll dann nur noch Schrott gesammelt, sortiert und verwertet werden.

Sowohl bei der Firma Leimer als auch bei Schaumaier ist man froh, von der Stadt Grund für die Erweiterung der Betriebsstätten bekommen zu haben. Hätte der Stadtrat anders entschieden, dann wäre eine organische Entwicklung der beiden Unternehmen an ihrem Stammsitz nicht möglich gewesen. Im schlimmsten Fall hätte eine Auslagerung in Nachbargemeinden gedroht. -K.O.-