Fergerlberg erstrahlt in neuem Glanz

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Das Band durchschnitten (v.l.): der Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein, Christian Rehm, Bürgermeister Hannes Rasp (Gemeinde Schönau am Königssee), Landrat Bernhard Kern, Thomas Wurbs (Planungsbüro BPR), Franz Grüner (Fa. Schmölzl) und Werner Schmölzl. (Foto: Christian Wechslinger)

Schönau am Königssee – Der Fergerlberg ist am gestrigen Montagvormittag offiziell eröffnet worden. Die Straße war seit vielen Jahren in einem desolaten Zustand. Deshalb wurde die Strecke von September 2020 bis zuletzt generalsaniert. Seit Freitag ist der rund 300 Meter lange Abschnitt der Kreisstraße BGL 1 wieder befahrbar.


Die Straße wurde erweitert, sie ist nun 6,50 Meter breit. Auch der mit Leitplanken gesicherte Gehweg fügt sich in die Baumaßnahme, die rund 3,5 Millionen Euro gekostet hat, ein. Da es sich um einen Brückenbau handelt, oblag die Baumaßnahme Abteilungsleiter Florian Paukner vom Staatlichen Bauamt Traunstein.

Behördenleiter Christian Rehm sprach von neuem Glanz am Fergerlberg und einer gelungenen Straßenbaumaßnahme, die jetzt auch wieder im Begegnungsverkehr sehr sicher sei. Man sei fast im Zeitrahmen geblieben, was auch auf die gute Arbeit der beteiligten Firmen zurückzuführen sei, sagte Rehm.

Landrat Bernhard Kern lobte ebenso die Baufirma mit ihren Arbeitern, die trotz schwieriger Zeiten Großes geleistet habe. Ein Dank des Landrats ging auch an die Grundstückseigentümer, die den großzügigen Ausbau des Fergerlbergs erst ermöglicht hätten. Kern lobte zudem Diplomingenieur Thomas Wurbs vom Planungsbüro BPR Dr. Schäpertöns Cunsult, der zusammen mit den Kräften des Staatlichen Bauamts zuständig zeichnete.

Mit großer Freude hat der Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee, Hannes Rasp, die erste Fahrt am Freitag über den Fergerlberg absolviert. Rasp sprach von einer guten Baustelle, die so gut wie keine Probleme gemacht hätte. Dies betraf auch die finanzielle Abwicklung. Derartige Baumaßnahmen seien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, betonte Werner Schmölzl, der sich mit seiner Firma schon auf die vielfältigen weiteren Baumaßnahmen freut.

Christian Rehm nutzte die Gelegenheit, auf die vielfältigen Vorhaben des Staatlichen Bauamtes in Berchtesgaden einzugehen. So sei der Eisenrichter bis auf Kleinigkeiten fertig. Die Aschauerweiherstraße mit dem Kreisverkehr sei seit einiger Zeit im Bau. Nachdem das Hochwasser im Juli jedoch Schäden in der Infrastruktur angerichtet habe, könnte sich die Bauzeit etwas verlängern. Eine provisorische Maßnahme gebe es mit der B 305 nahe des Bahnhofes, die das Wasser arg in Mitleidenschaft gezogen habe. Weil man nicht wisse, wann das nächste Hochwasser komme, müssten so schnell wie möglich die Stützmauern erneuert werden, erklärte Rehm weiter. Großes Glück hatte man in der Gartenau, weil dort das Wasser für ein Riesenloch gesorgt habe, das nur provisorisch gesichert sei.

Rehm sprach auch über die Maßnahmen an der Königsseer Straße und den Sanierungsbedarf der Marktschellenberger Brücke. Aufgrund der Gebirgslage mit einem nur beschränkten Straßennetz seien nötige Sanierungsarbeiten oft mit großen Umwegen verbunden, bedauerte Rehm.

Christian Wechslinger