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FCB macht trotz Niederlage ein gutes Spiel

Bischofswiesen – Die Schönauer Fußballer wurden ihrer Favoritenrolle beim Lokalkampf am Riedherrn gegen den FC Bischofswiesen vor 350 Zuschauern lange Zeit nicht gerecht. Über eine Stunde lang hielten die Gastgeber die Begegnung weitgehend offen. Erst in der Schlussphase der heiß umkämpften Partie zeigten sich die Qualitäten der Schönauer, die schließlich doch klar mit 4:1 gewannen. Damit verteidigte die SG nicht nur ihre Tabellenführung, sondern sie übernahm nach sieben Jahren auch die Vormachtstellung in Sachen heimischer Fußball.

Mit aller Kraft und zunächst erfolgreich wehrten sich die Akteure des FC Bischofswiesen gegen die Angriffe der SG Schönau. Hier zieht der Schönauer Mannschaftskapitän Andreas Fernsebner durch. Weitere Bilder vom Derby in Bischofswiesen gibt es unter www.berchtesgadener-anzeiger.de. Foto: Anzeiger/Waßmuth

Nicht nur die Schönauer Anhänger erwarteten eine überlegene eigene Mannschaft. Doch daraus wurde zunächst nichts, weil der neue Trainer Sebastian Parma seine Elf gut auf die Schönauer eingestellt hatte. Zwar blitzte immer wieder Schönauer Spielkunst auf, doch die Bischofswieser hielten lange Zeit dagegen. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn Schiedsrichter Mustafa Küzük den Schönauer Torhüter Christoph Maier in der 23. Spielminute des Feldes verwiesen hätte, als dieser ein schweres Foulspiel begangen hatte.

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Matthias Althaus erzielte bereits in der fünften Minute mit einem abgefälschten Schuss die Schönauer Führung. Wenig später zielte Markus Huthöfer vom FCB knapp daneben, Bischofswiesen war völlig im Spiel. Zwar wirkten die Schönauer feldüberlegen, vermochten damit aber wenig anzufangen. In der 23. Minute glich der FCB aus.

Ein Foulspiel von Schönaus Schlussmann Christoph Maier ahndete der Unparteiische mit Elfmeter, da wäre auch ein Platzverweis für Maier möglich gewesen. Sebastian Vorberg glich bei dem sicher verwandelten Strafstoß in der 24. Minute zum 1:1 aus. Danach vergab Toni Hölzl eine große Schönauer Chance. Spätestens zu diesem Zeitpunkt gerieten die hoffnungsvollen Erwartungen für die SG Schönau ins Wanken. Denn die Bischofswieser hielten dem erwarteten Sturmlauf der Schönauer vollauf entgegen. Der FCB spielte aus der Abwehr heraus souverän und ließ die Schönauer wenig zur Entfaltung kommen. Doch ab und zu entwischten die Schönauer auch und Hölzl, Graßl, Maier und Co. kamen zu Möglichkeiten. Dass jedoch das Schlusslicht gegen den Tabellenführer spielte, war in der interessanten Begegnung nicht erkennbar.

Das Szenario setzte sich auch im zweiten Abschnitt fort. Die Schönauer machten zwar das Spiel, aber die Platzherren hielten dagegen. Christoph Gruber hatte in der 65. Minute die große Chance zum Führungstreffer, vergab jedoch aus aussichtsreicher Position.

Erst in der 71. Minute änderte sich am Riedherrn das Geschehen. Bis dahin waren die Platzherren dem Führungstreffer näher als die Schönauer. Nach einem Eckball von Toni Hölzl kam der Schönauer Mannschaftskapitän Andi Fernsebner an den Ball und bugsierte ihn zum 2:1 ins Tor. Doch noch gab sich der FCB nicht geschlagen. Vorberg kam immer wieder zum Schuss und zog in der 75. Minute einen Strich übers Tor. In der Schlussphase der sehr unterhaltsamen Begegnung wurden die Schönauer spät ihrer Favoritenrolle gerecht. Der quirlige Sebastian Wessels erhöhte für die SG Schönau auf 3:1 und in der Schlussminute krönte Stefan Graßl seine kämpferische Leistung mit dem 4:1.

In den letzten Spielminuten hätten die Schönauer ihre Freunde vom Riedherrn förmlich abschießen können, doch es blieb beim insgesamt verdienten 4:1 für die SG Schönau.

»Wir waren lange Zeit auf Augenhöhe mit unseren Freunden aus der Schönau und hätten in der zweiten Halbzeit durch Gruber auch in Führung gehen können. Dann sorgten die Schönauer jedoch mit Standardsituationen noch für den klaren Sieg«, erklärte FCB-Vorstand Werner Schwab.

FC Bischofswiesen: Schnitzlbaumer; Strauch, Ottmann, Tschischke, Böttger, Fendt, Hirsch, Geisler, Hinterbrandner, Huthöfer, Vorberg, Gruber, Koller.

SG Schönau: C. Maier; Hasenknopf, Fegg, Weinbuch, Burger, Wessels, Hölzl, Ferns-ebner, Graßl, D. Maier, Althaus, Angerer, Klaus. Christian Wechslinger