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FC Bayern setzt Serienmeister Bamberg unter Druck

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Auswärtssieg
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Die Bayern-Profis Robin Benzing (l) und Steffen Hamann feiern den ersten Sieg im Halbfinale. Foto: Daniel Löb Foto: dpa

München (dpa) - Dank eines Schlussspurts haben die Basketballer des FC Bayern das erste Playoff-Duell mit Serienmeister Brose Baskets deutlich gewonnen und Bamberg zum Halbfinal-Auftakt unter Druck gesetzt.


Vor den Augen des begeisterten Club- Präsidenten Uli Hoeneß bezwangen die Münchner am Mittwochabend die Franken auswärts mit 98:85 (38:38) und wollen in der best-of-five- Playoffserie am Sonntag vor heimischer Kulisse einen großen Schritt Richtung Bundesliga-Endspiel machen. Ebenfalls zu Hause kann Vizemeister ratiopharm Ulm nach dem 86:84-Verlängerungskrimi bei den EWE Baskets Oldenburg auf 2:0 erhöhen.

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Für die Bayern zeigte Aufbauspieler Tyrese Rice mit 25 Punkten und fünf Rebounds erneut eine überragende Vorstellung. Bamberg hatte im früheren NBA-Profi Bostjan Nachbar mit 22 Zählern seinen besten Werfer, konnte aber den Ausfall von Topstar Anton Gavel (Fieber) nicht kompensieren.

Der Champion der vergangenen drei Spielzeiten legte einen rasanten Start hin, führte nach gut zwei Minuten beim 12:2 bereits mit zehn Zählern. Die Bayern erholten sich jedoch schnell von ihrem schläfrigen Beginn, attackierten den Gegner bereits in der eigenen Hälfte und lieferten eine außerordentlich starke defensive Leistung. Im zweiten Viertel gelangen Bamberg nur zehn Punkte.

Nach der Pause konnte in dem intensiven Duell zunächst kein Team davonziehen. Doch mit einem 18:3-Lauf zu Anfang des Schlussabschnitts sorgten die Münchner für die frühe Entscheidung. Neben Rice überzeugten auch Jan-Hendrik Jagla (16) und der Israeli Yotam Halperin (15).

Die Verantwortlichen von Ulm hatten am Vortag ebenfalls allen Grund zur Freude gehabt. Erst verlängerte Nationalspieler Per Günther seinen Vertrag beim Vizemeister um zwei Jahre, dann gewannen die Schwaben den Auftakt ihrer Halbfinalserie in Oldenburg. »Entscheidend war, dass wir immer die Ruhe bewahrt haben, auch wenn wir fast die ganze Zeit einem Rückstand hinterher gelaufen sind«, sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath.

Nach neun Tagen Pause taten sich die Ulmer anfangs schwer. Erst im zweiten Durchgang fanden die Gäste ihren gewohnten Rhythmus, 67 Sekunden vor dem Ende rettete der überragende Center John Bryant sein Team mit einem verwandelten Dreier in die Verlängerung. »Leute wie John Bryant bekommt man einfach nur sehr schwer in den Griff«, meinte Oldenburgs Trainer Sebastian Machowski.

Bryant glänzte mit 24 Punkten und zwölf Rebounds, bei Oldenburg kam Julius Jenkins auf 21 Zähler. Ulm ist in den Playoffs ungeschlagen, doch Leibenath bleibt bescheiden: »Ich denke, dieses Spiel war ein Vorgeschmack auf die restliche Serie.« Die zweite von maximal fünf Partien findet am Samstag in Ulm statt.

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