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Fastenzeit – modern, ökologisch und nachhaltig

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Fastenzeit – Modern, ökologisch und nachhaltig
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Foto: Pixabay

Bewusster leben, Dinge reduzieren die in großen Mengen konsumiert werden oder Dinge wieder bewusster wahrnehmen: Das ist die moderne Fastenzeit.


Heutzutage hat die Fastenzeit kaum noch religiöse Hintergründe. Die Zeit wird mittlerweile als Chance genutzt um schlechte Gewohnheiten einzudämmen und abzulegen. Fasten ist längst kein alter Brauch mehr, es geht auch modern. Es kann auf mehr als auf Fleisch, Süßigkeiten und Alkohol verzichtet werden. 

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Der Ursprung liegt ganz klar in der katholischen Kirche. Die Fastenzeit ist die Zeit der Buße und Besinnung und soll im christlichen Glauben auf die Osterzeit vorbereiten. Sie beginnt jedes Jahr am Aschermittwoch und endet nach 40 Tagen, genau in der Osternacht. Die Sonntage werden hier nicht mitgezählt. In diesem Jahr beginnt die Fastenzeit am 17. Februar und endet am 3. April.

Auch in diesem Jahr wird wieder gefastet. Modern, ökologisch und nachhaltig.

Fasten für die Umwelt liegt voll im Trend. Viel zu schnell wird sich der Autoschlüssel geschnappt und bis zum nächsten Postkasten gefahren um einen Brief einzuwerfen. Weil das Wetter gerade schlecht ist, wird ins Auto gestiegen und zur Freundin gefahren, welche um die Ecke wohnt. Damit ist beim Autofasten Schluss. Der Schlüssel bleibt wo er ist, schlechtes Wetter gibt es nicht: Regenschirm und Gummistiefel und los geht’s. Das Fahrrad ist eine super Alternative bei schönem Wetter. Nicht nur die Umwelt wird geschont, die Bewegung und die frische Luft sind gut für Körper und Geist.

40 Tage auf Plastik verzichten – das ist mal eine Ansage. Wie viel Plastikmüll jeder Einzelne täglich produziert fällt im ersten Moment gar nicht so auf. Ein Plastikfasten ist super um sich bewusst zu werden, was hier der Umwelt angetan wird und wie der Müll reduziert werden kann wenn jeder seinen Teil dazu beisteuert. Wer sich für diese Art von Fasten entscheidet, muss sich dessen erst einmal bewusst werden und dann Alternativen suchen. Der Waschlappen statt Abschminktücher, der Lieblingsjoghurt im Glas statt im Becher und Frischetheke statt Abgepacktes. So macht Fasten Spaß.

Medienfasten: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Nicht nur der Stromverbrauch verringert sich wenn die Glotze oder der Computer ausbleibt. Unsere Gedanken werden wieder freier. Ein gutes Buch lesen, sich mit sich selbst mehr beschäftigen oder seine kreativen Seiten entdecken ist hier die Devise. Auch das Smartphone darf ruhig mal liegen bleiben. Alle paar Minuten aufs Handy schauen? Lieber mal aus dem Fenster schauen und vielleicht einen Regenbogen entdecken oder spielende Kinder auf der Wiese beobachten und sich bewusst werden, wie viel Spaß und Freude sie draußen mit Stock und Stein haben. Noch besser: Raus gehen und sich selbst in die Wiese zwischen Blumen und Bienen legen.

Konsumfasten: Brauch ich das wirklich? 40 Tage auf das große Shopping verzichten. Ist das Dekoteil, welches ich gerade in der Hand halte nötig? Steht nicht schon genug zu Hause rum? Brauch ich unbedingt noch mehr Duftkerzen? Ist es nötig, sich jetzt einen neuen Pullover zu kaufen, obwohl der Kleiderschrank aus allen Nähten platzt? Dazu gehört auch das Online-Shopping. 40 Tage verzichten und sich auf das Wesentliche beschränken: Das was wirklich benötigt wird und unumgänglich ist. Konsumfasten ist gut für den Geldbeutel und macht die Gedanken frei. Der Drang etwas unbedingt haben zu müssen schwindet.

SR


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