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Extra: Die Chemie-Katastrophe von Oppau 1921

Berlin (dpa) - Es gilt als schwerstes Industrieunglück Europas: Am Morgen des 21. September 1921 explodierte auf dem BASF-Werksgelände in Oppau bei Ludwigshafen ein Düngemittel-Silo. 561 Menschen fanden dabei den Tod, fast 2000 wurden verletzt.

Das Chemiewerk war ein einziges Trümmerfeld, auch von den damals etwa 1000 Wohnhäusern in Oppau waren 800 total zerstört oder unbewohnbar.

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Die Explosion von 4500 Tonnen Ammoniaksulfatsalpeter hatte einen 125 Meter langen, 90 Meter breiten und knapp 20 Meter tiefen Krater ins Erdreich gerissen. Im Umkreis von 25 Kilometern wurden Dachziegel abgerissen und Türen und Fenster aus den Angeln gedrückt. Im etwa 20 Kilometer entfernten Heidelberg blieb die Straßenbahn in Scherben stecken. Die Detonation war so gewaltig, dass noch im etwa 90 Kilometer entfernten Frankfurt am Main Fenster barsten.

Die Unglücksursache konnte trotz umfangreicher Ermittlungen - auch durch eine Untersuchungskommission der damaligen Regierung - nicht aufgeklärt werden. Auf dem Friedhof von Oppau erinnert heute ein Gedenkstein an die Opfer der Katastrophe.

Landesarchiv Rheinland-Pfalz zum Unglück

BASF, Unternehmensgeschichte 1902-1924