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Ex-Schiedsrichter Rafati erwägt Engagement im Ausland

Hannover (dpa) - Der frühere Schiedsrichter Babak Rafati hat eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga ausgeschlossen, ist aber für ein Engagement im Ausland offen.

Babak Rafati
Babak Rafati kann sich einen Job als Schiedsrichter im Ausland vorstellen. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa

«Als Schiedsrichter kehre ich in Deutschland nie wieder auf den Platz zurück, das ist sicher. Aber wenn ein Angebot aus dem Ausland kommt...», sagte der 42-Jährige im Interview mit der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Der ehemalige Bundesliga-Referee hatte vor anderthalb Jahren versucht, sich das Leben zu nehmen. Der Grund waren Depressionen.

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Rafati wiederholte erneut seine schweren Vorwürfe gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel.
«Ich wurde systematisch gemobbt, persönlich verletzt, erhielt keine Rückendeckung - man wollte mich mit allen Mitteln loswerden», sagte der frühere Referee.

Allerdings wollte er Fandel nicht die Schuld am Suizid-Versuch geben: «Was in dieser Nacht passiert ist, habe ich alleine zu verantworten. Man muss es dennoch von zwei Seiten betrachten: Auf der einen Seite, dass man mich dahin gebracht hat, am Ende keinen Ausweg mehr zu sehen - und man selbst, der es zulässt, obwohl man andere Werte lebt als diese Herren.»