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Evonik: Wichtige Entscheidung über Börsenpläne erwartet

Essen (dpa) - Beim Essener Spezialchemiekonzern Evonik entscheidet das Kuratorium des Mehrheitseigentümers RAG-Stiftung heute (Montag), ob die Vorbereitungen für einen Börsengang fortgesetzt werden. Schon zwei Mal musste der Gang aufs Parkett wegen der nervösen Märkte abgesagt werden.

Evonik-Börsengang
Evonik steht vor dem größten Börsengang in Deutschland seit Jahren - wenn die Entwicklung der Märkte wegen der Eurokrise keinen Strich durch die Rechnung macht. Foto: Nico Kurth Foto: dpa

Nun fällt der neue Versuch des potenziellen Dax-Kandidaten mitten in die sich weiter verschärfende Schuldenkrise. Sollte das Kuratorium grünes Licht geben, wäre der Evonik-Aufsichtsrat dran. Wenn auch er zustimmt, folgt die offizielle Absichtserklärung («Intention to float»).

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Zweiter Eigentümer ist der britische Finanzinvestor CVC Capital Partners, der 2008 für 2,4 Milliarden Euro 25,01 Prozent erworben hatte und jetzt an die Börse drängt. Geplant ist eine Veräußerung von insgesamt einem Drittel der Evonik-Anteile aus den Portfolios beider Eigentümer. Sie sollen zusammen rund fünf Milliarden Euro einspielen.

Die Bundesregierung - mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) im Kuratorium vertreten - ist hochgradig an einem Erfolg interessiert. Aus den Erlösen des Börsengangs sollen nämlich die Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlebergbaus etwa für das Abpumpen von Wasser in den Abbaugebieten dauerhaft bezahlt werden.