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EU-Verbraucherkommissar: Betrug am Verbraucher

Brüssel (dpa) - Nach Ansicht von EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg geht der Pferdefleisch-Skandal nicht auf Lücken in der EU-Gesetzgebung zurück.

«Bisher st es eine Sache der Deklarierung», sagte Borg in Brüssel. «Das heißt nicht, dass es nicht ernst ist. (...) Jemand entlang der Lieferkette hat versucht, die europäischen Verbraucher zu täuschen.»

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Handeln müssten nun die EU-Staaten selbst, sagte Borg. Die EU-Kommission helfe den nationalen Behörden aber bei ihrer Suche nach der Quelle des falsch deklarierten Pferdefleischs. «Ich möchte den EU-Bürger versichern, dass ich die Situation sehr intensiv verfolge, die sich in den vergangenen Tagen ergeben hat.»

Am Ministertreffen der beteiligten Länder zur Pferdefleisch-Affäre am Mittwochabend in Brüssel wollte Borg ebenso teilnehmen wie ein Vertreter von EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos. Am Freitag will die EU-Kommission mit Vertretern aller EU-Länder über das weitere Vorgehen beraten. Auch beim Treffen der europäischen Landwirtschaftsminister am 25. und 26. Februar dürfte das Thema auf der Tagesordnung stehen.

Rede Borgs zum Pferdefleisch-Skandal