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Gemeinderat Schleching erwägt Beitritt – Toilette für Parkplatz in Wagrain

Euregio – ein »Europa im Kleinen«

Schleching. Um über einen Beitritt der Gemeinde Schleching zum Verein »Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein« entscheiden zu können, hatte die Gemeinde dessen Geschäftsführer Steffen Rubach zur jüngsten Sitzung des Gemeinderats dazugeholt.

Ein »Europa im Kleinen« nannte Rubach die sechs Euregio-Vereine entlang der Alpen, deren Ziel es sei, durch regionale und grenzüberschreitende Kooperationen Hemmnisse abzubauen und die Förderberatung von EU-Projekten zu übernehmen.

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Rubach informierte über die planerische Arbeit im Raum Traunstein – Berchtesgadener Land und Salzburg, unter anderem im Bereich Verkehr, über eine Machbarkeitsstudie »Euregio-Bahn« und grenzüberschreitende Straßenverbindungen.

Mitgliedschaft kostet 255 Euro im Jahr

Für Bildung und Wirtschaft sei die berufsfördernde Messe »bim« in Salzburg für die Region von Bedeutung. Im Tourismus ging er auf das gemeinsame Radwegenetz, Urlaub auf dem Bauernhof und die Pilgerwege St. Rupert und Via Nova ein. Weitere Themen waren »Almen aktivieren« und Moor und Torf im Bereich Natur und Umwelt. Außerdem brachte Rubach umfangreiches Informationsmaterial mit.

Die Mitgliedschaft kostet 15 Cent pro Einwohner pro Jahr, bei rund 1700 Einwohnern in Schleching würden 255 Euro im Jahr anfallen. Der Landkreis verdoppelt für die Euregio diesen Betrag.

Wie Bürgermeister Josef Loferer sagte, ist Schleching unter anderem wegen der engen Zusammenarbeit mit der Tiroler Seite bereits im Verein »Euregio Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal«. Er versprach eine Entscheidung über eine doppelte Mitgliedschaft auf einer der Sitzungen nach den Sommerferien.

Bereits in der Sitzung vom 23. Juni hatte Wolfgang Bachmann die hydraulische Berechnung des Alpbaches und die Auswirkungen auf die Bauleitplanung zum Bebauungsplan »Ettenhausen Dorfeingang« erläutert. Laut Wasserwirtschaftsamt kann das Grundstück von wild abfließendem Wasser des Alpbaches betroffen sein.

Deshalb informierte Bachmann erneut über zusätzliche detaillierte Festlegungen zum Wasserabfluss. Nachbarbauten dürfen dabei nicht benachteiligt werden. Auf dem Grundstück sind nur in genau definierten Bereichen abflussbehindernde Einrichtungen erlaubt. Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen sind zusätzlich zu sichern. Der Gemeinderat sprach sich für die erneute Träger- und Bürgerbeteiligung aus.

Bei einem Ortstermin am Rafting-Parkplatz an der Achenbrücke in Wagrain bemängelte der Bauausschuss neben dem schlechten Zustand des vom Wasserwirtschaftsamt gepachteten Platzes vor allem die fehlende Toilette. Das Thema »Toiletten an den Parkplätzen im Achental« soll im Rahmen des »Leader«-Förderprogramms der Europäischen Union behandelt werden.

Mobile Toilette wird jede Woche ausgetauscht

Zweite Bürgermeisterin Elfie Bachmann regte an, bis zu einer größeren Lösung als Provisorium eine mobile Toilette aufzustellen. Die Kosten liegen bei rund 25 Euro pro Woche, wobei die Toilette wöchentlich ausgetauscht wird.

Unter dem Aspekt der touristischen Bedeutung des Parkplatzes beschloss der Rat, probehalber bis Mitte Oktober eine mobile Toilette aufzustellen. Die Verwaltung wird beauftragt, Angebote einzuholen und dem wirtschaftlichsten Bieter den Auftrag zu erteilen.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung gratulierte Bürgermeister Loferer Ratsmitglied und Trachtenvorstand Andreas Hell zu den hervorragenden Leistungen der Aktiven beim Gaupreisplattln und -dirndldrahn. Ihr erfolgreicher Auftritt »ist eine gute Werbung für unser Dorf«. bre