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»Es gibt kein Böses«: Goldener Bär geht an Iranfilm

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Berlinale 2020 - Goldener Bär
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Baran Rassulof hat den Goldenen Bären für ihren Vater entgegengenommen. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Es gibt kein Böses
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Das Team von «Es gibt kein Böses» feiert den Goldenen Bären. Foto: Michael Kappeler/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020: Mohammed Rassulof
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Der iranische Regisseur Mohammed Rassulof hat keine Reisegenehmigung erhalten und konnte den Goldenen Bären nicht persönlich in Empfang nehmen. Foto: Sebastien Nogier/EPA/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Mohammed Rassulof
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Bei der Pressekonferenz blieb der Stuhl leer. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
70. Berlinale - Paul Beer
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Ein Kuss für den Silbernen Bären: Paula Beer. Foto: Jörg Carstensen/Pool/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Paula Beer
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Welch eine Freude, welch ein Triumph: Paula Beer. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Brüder D'Innocenzo
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Damiano (l) und Fabio D'Innocenzo haben ihr Drehbuch schon mit 19 Jahren geschrieben. Foto: Michael Kappeler/dpa Foto: dpa
70. Berlinale - Hong Sangsoo
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Der Südkoreaner Hong Sangsoo hat den Silbernen Bär für die beste Regie gewonnen. Foto: Jörg Carstensen/Pool/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Eliza Hittman
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Der Große Preis der Jury geht an Eliza Hittman und ihr Jugenddrama «Never Rarely Sometimes Always». Foto: Michael Kappeler/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020
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Albrecht Schuch (l-r), Jella Haase und Welket Bungue im Fokus der Fotografen. Foto: Jörg Carstensen/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Jeremy Irons & Sinead Cusack
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Jury-Präsident Jeremy Irons kommt mit seiner Frau Sinead Cusack zur Preisverleihung. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Bérénice Bejo
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Jurymitglied Bérénice Bejo setzt farbliche Akzente auf dem roten Teppich. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Christian Petzold + Paula Beer
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«Undine» im Wettbewerb: Christian Petzold hat mit Paula Beer einen Liebesfilm über einen alten Nixen-Mythos gedreht. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020
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Aktivisten der Bewegung Extinction Rebellion (XR) protestieren vor dem Berlinale Palast. Foto: Michael Kappeler/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020 - Brüder D’Innocenzo
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In ihrem surrealen Wettbewerbsfilm «Bad Tales» («Favolacce») erzählen die Zwilingsbrüder Fabio und Damiano D’Innocenzo beklemmend und düster von kaputten Familien und Menschen. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
Berlinale 2020: Es gibt kein Böses
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Baran Rasoulof in einer Szene des Films «Es gibt kein Böses». Foto: -/Cosmopol Film/Berlinale/dpa Foto: dpa

Die Preisträger der Berlinale stehen fest: Die Jury zeichnet eine Geschichte aus dem Iran als besten Film aus - und verleiht auch Schauspielerin Paula Beer einen Bären. Die reagiert überrascht und nutzt die Gelegenheit für eine Erklärung.


Berlin (dpa) - Der Episodenfilm »Es gibt kein Böses« des iranischen Regisseurs Mohammed Rassulof hat den Goldenen Bären gewonnen. Der Filmemacher erzählt darin vier Kurzgeschichten, die sich mit der Todesstrafe im Land beschäftigen.

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Die Jury zeichnete das Filmteam am Samstagabend auf der Berlinale aus - allerdings in Abwesenheit des Regisseurs, der selbst keine Reiseerlaubnis bekam.

Es ist der dritte Goldene Bär für einen Regisseur aus dem Iran: 2011 gewann »Nader und Simin – Eine Trennung« von Asghar Farhadi, 2015 »Taxi Teheran« von Jafar Panahi. »Es gibt kein Böses« ist eine deutsch-tschechisch-iranische Koproduktion.

Die deutsche Schauspielerin Paula Beer wurde als beste Darstellerin geehrt - sie bekam den Silbernen Bären für ihre Rolle in Christian Petzolds Liebesfilm »Undine«. »Vielen, vielen Dank«, sagte Beer. Sie freue sich wahnsinnig. Man könne aber nur so gut sein wie sein Gegenüber - ihr Kollege Franz Rogowski sei der »wunderbarste Spielmann«, den man sich wünschen könne. In Petzolds Film spielen die beiden ein Liebespaar.

Bester Darsteller wurde der Italiener Elio Germano, der im Künstlerdrama »Hidden Away« (»Volevo nascondermi«) einen Maler spielt, der lange aus Ausgestoßener lebte. Der Große Preis der Jury ging an das Coming-of-Age-Drama »Never Rarely Sometimes Always«: US-Regisseurin Eliza Hittman erzählt darin von einer 17-Jährigen, die ungewollt schwanger ist.

Der Südkoreaner Hong Sangsoo gewann den Silbernen Bär für die beste Regie: In seinem Film »Die Frau, die rannte« unternimmt eine Frau erstmals wieder etwas ohne ihren Mann. Die italienischen Brüder Fabio und Damiano D’Innocenzo erhielten den Silbernen Bären für das Drehbuch zum Drama »Bad Tales« (»Favolacce«).

Ausgezeichnet wurde auch der deutsche Kameramann Jürgen Jürges, der schon mit Größen wie Wim Wenders und Rainer Werner Fassbinder drehte. Er erhielt nun den Silbernen Bären für eine »herausragende künstlerische Leistung« für seine Arbeit an »DAU. Natasha«. Der Experimentalfilm ist Teil eines großangelegten Kunstprojekts.

Die Berlinale zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. In diesem Jahr konkurrierten 18 Beiträge im Wettbewerb. Erstmals leiteten die Niederländerin Mariette Rissenbeek und der Italiener Carlo Chatrian die Filmfestspiele.

Ein Sonderpreis zur 70. Berlinale ging an die französische Komödie »Delete History« (»Effacer l’historique«). Nicht mehr vergeben wurde dafür der Alfred-Bauer-Preis. Hintergrund sind Recherchen zur Vergangenheit des ersten Festivalleiters Alfred Bauer, der nach einem Bericht der »Zeit« ein »hochrangiger Funktionär der NS-Filmbürokratie« gewesen sein soll.

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