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Erstmals inklusiver Teamwettkampf

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Für BVS-Landestrainer Karl Lotz sind die ersten inklusiven CJD-Winterspiele ein Grund zur Freude. Foto: Anzeiger/Wechslinger

Schönau am Königssee – Erstmals gibt es bei den diesjährigen CJD-Winterspielen einen inklusiven Teamwettkampf. Dass Sportler mit verschiedenen Handicaps diesmal voll in die sportlichen Wettkämpfe integriert sind, freut besonders den Trainer des Bayerischen Versehrtensportverbandes (BVS), Karl Lotz. Der gebürtige Berchtesgadener lebt seit Längerem in Weildorf, hält aber durch seine Familie, viele Freunde und den Sport immer noch enge Verbindung in seine alte Heimat.


Bei früheren Winterspielen gab es zwar schon einen BVS-Skikurs, der parallel zu den Spielen lief, aber einen inklusiven Team-Event gab es bisher noch nicht. »Es war an der Zeit, beide Veranstaltungen zu verbinden«, befindet der Leiter des BVS Bayern - Landesleistungszentrum Ski alpin in Berchtesgaden, der in seiner aktiven Zeit als Rennfahrer zweimal Monoski-Weltmeister wurde.

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Die Kinder und Jugendlichen um Karl Lotz haben bei den Winterspielen die Möglichkeit, die Sportarten Ski alpin mit Snowboard, Ski Langlauf und Rodeln auszuprobieren. Dabei werden die Langlaufwettbewerbe heute als sogenannte Inklusionsrennen ausgetragen. Ein Team besteht aus drei »Gesunden« und einem Behinderten: »Alle freuen sich schon sehr auf die Rennen und auf die Geschwindigkeiten dabei, die sie mit anderen Jugendlichen im (inklusiven) Team erleben dürfen. Dabei kommt es gar nicht so auf die Platzierungen an, sondern als gemeinsames Erlebnis eine Brücke zu gesunden Altersgenossen zu bauen. Die Jugendlichen sollen Spaß haben und mit Verständnis und Toleranz aufeinander zugehen«, erklärte Lotz zum schönen Vorhaben Inklusions-Winterspiele.

Seit Längerem gibt es Bestrebungen, behinderte Jugendliche in das Schulsystem des CJD zu integrieren. »Das ist jedoch nicht ganz einfach, denn die Eltern hängen zumeist sehr an ihren Kindern und geben sie nicht gerne in fremde Hände«, weiß Lotz. Christian Wechslinger